Landshut (dpa) - Jahrelang ist im niederbayerischen Landshut über den Umgang mit dem Erbe des international bedeutsamen Bildhauers Fritz Koenig (1924-2017) gestritten worden.

Nun soll es einen Neustart geben - sowohl das Koenigmuseum wie auch den Wohnsitz "Ganslberg" betreffend. Das Museum hat seit dieser Woche mit der Wiener Kunstexpertin und Kulturmanagerin Alexandra von Arnim eine neue Leiterin.

Für die künftige Nutzung des seit dem Tod Koenigs leer stehenden Wohnhauses soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden, wie die Stadt Landshut mitteilte. Zu diesem Ergebnis kam ein von Oberbürgermeister Alexander Putz (parteilos) einberufener Gesprächskreis, dem unter anderem Vertreter des bayerischen Kunstministeriums sowie Weggefährten Koenigs - Regisseur Percy Adlon und Historiker Michael Wolffsohn - angehörten. Ziel ist es, den "Ganslberg" einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Koenig gilt als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit. Seine Kunst findet sich im Park von Schloss Bellevue in Berlin oder vor der deutschen Botschaft in Madrid. Nach dem Olympia-Attentat in München 1972 fertigte er einen Granit-Klagebalken für das Olympiagelände.

Berühmt ist Koenigs monumentale Plastik "Kugelkaryatide N.Y.", die nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 in New York beschädigt aus den Trümmern des World Trade Centers geborgen wurde. Seit 2017 steht das Kunstwerk im Liberty Park unweit der 9/11-Gedenkstätte.

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