Weimar (dpa) - Eine weltweit mit Aufmerksamkeit verfolgte Museumseröffnung: Allein im April und Mai sind in Weimar rund 300 Veranstaltungen zum Jubiläum des Bauhauses geplant, wie die Stadt und beteiligte Akteure am Freitag in Weimar bekannt gaben.

Der Höhepunkt ist die Eröffnung des neuen Bauhaus-Museums mit Feier am 5. April und anschließendem Festwochenende bei freiem Eintritt. Der Generaldirektor der Museen der verantwortlichen Klassik Stiftung Weimar, Wolfgang Holler, sprach von sensationellen Neuerwerbungen, die zu sehen sein werden.

Auch das Neue Museum, das bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, wird dann wieder eröffnet. Es zeigt mit der Dauerausstellung "Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900" die Zeit und wichtige Entwicklungen vor und hin zum Bauhaus. Genauso wird das Weimarer Bauhaus-Musterhaus "Am Horn" wieder zugänglich sein.

Weimar will auch dunkle Seiten seiner Geschichte nicht ausblenden. Ab dem 1. April wird vom Bahnhof zum neuen Bauhaus-Museum eine Fotoausstellung mit Porträts ehemaliger Häftlinge des einstigen Konzentrationslagers Buchenwald gezeigt. Die Ambivalenz in der Geschichte der Stadt macht sich auch am vieldiskutierten Standort des neuen Bauhaus-Museums fest. Denn es steht an der Schnittstelle zwischen dem klassischen Weimar und dem einstigen NS-Gauforum. Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora plant dort eine Dauerausstellung über die NS-Zwangsarbeit.

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