Berlin (dpa) - Weihnachtslieder sind in christlichen Ländern weit verbreitet. Im deutschen Sprachraum gehen die ältesten bis ins Mittelalter zurück.

Die uns heute am meisten vertrauten Lieder entstanden zum größten Teil aber erst im 18. und 19. Jahrhundert. Eine Auswahl:

STILLE NACHT ist das weltweit wohl bekannteste Weihnachtslied. Am 24. Dezember 1818 erklang es erstmals in einer Kirche bei Salzburg - zweistimmig zur Gitarre gesungen. Seit 2011 steht Stille Nacht im Unesco-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich.

O TANNENBAUM geht auf ein schlesisches Volkslied aus dem 16. Jahrhundert zurück. Es hatte damals zwar mit dem Baum, aber nichts mit dem Weihnachtsfest zu tun. Erst 1818 entstand daraus das Lied, das wir heute kennen.

VOM HIMMEL HOCH gilt als eines der bekanntesten Lieder von Martin Luther und geht angeblich auf das Jahr 1535 zurück. Bearbeitet wurde es von Johann Sebastian Bach (1685-1750) wie auch von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847).

IHR KINDERLEIN KOMMET soll Ende des 18. Jahrhunderts in Bayern entstanden sein - gedichtet von einem Kaplan namens Christoph von Schmid, der sich auch als Autor von Jugendbüchern einen Namen machte. Die Melodie wird dem Komponisten Johann Abraham Schub zugeschrieben.

O DU FRÖHLICHE geht auf ein sizilianisches Fischerlied zurück, das der Dichter und Denker Johann Gottfried Herder (1744-1803) von seiner Italienreise mitgebracht haben soll. Der Text stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.