Verband kritisiert

Schere zwischen Ladepunkten und E-Autos immer größer

Laut den Zulassungszahlen kommen immer mehr E-Autos auf Deutschlands Straßen. Doch geht es auch mit dem Ausbau des Ladenetzes schnell genug voran? Der Verband der Automobilindustrie bezweifelt das.

Von dpa
Autoindustrie fordert angesichts steigender E-Auto-Zahlen einen schnelleren Ausbau des Ladenetzes.
Autoindustrie fordert angesichts steigender E-Auto-Zahlen einen schnelleren Ausbau des Ladenetzes. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin - Die Autoindustrie fordert angesichts steigender E-Auto-Zahlen einen schnelleren Ausbau des Ladenetzes. Bis 2030 würden allein in Deutschland eine Million Ladepunkte benötigt.

„Zum Stand Juli gibt es aber gerade einmal 39.000 normale Ladepunkte und 6500 Schnellladepunkte“, kritisierte die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, in den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Um das Ziel zu erreichen, müssten pro Woche 2000 neue Ladepunkte gebaut werden. Es werden aber nur um die 300 gebaut.“ Die Schere zwischen Ladepunkten und E-Autos werde somit immer größer. „Wir brauchen hier mehr Anstrengung“, sagte Müller.

Fehlende Ladesäulen gelten nach Darstellung der Funke-Zeitungen als ein Kaufhemmnis für Elektro-Autos. Eine Umfrage im Auftrag des VDA habe ergeben, dass knapp 64 Prozent der Befragten die unzureichende Ladeinfrastruktur als Hauptvorbehalt gegen den Kauf eines E-Autos genannt hätten.