Für Kinder sorgen

Elterngeld-Reform: Was sich sonst noch ändert

Zum 1. September greifen Reformen des Elterngeldes. Besonders für Eltern von Frühchen und für jene, die mehr partnerschaftliche Betreuungsarbeit leisten wollen, tut sich hier etwas.

Von dpa
Die partnerschaftliche Betreuung des Babys ist nicht selbstverständlich in Deutschland.
Die partnerschaftliche Betreuung des Babys ist nicht selbstverständlich in Deutschland. Mascha Brichta/dpa-tmn

Berlin - Die wichtigsten Änderungen beim Elterngeld ab 1. September im Überblick:

- Frühgeborene: Mütter und Väter erhalten in dieser schwierigen Situation ab sofort länger Elterngeld. So gibt es für jene Kinder, die sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kommen, einen zusätzlichen Monat Elterngeld pro Elternpaar. Wird das Kind acht Wochen zu früh geboren, werden zwei zusätzliche Monate gewährt, bei zwölf Wochen drei und bei 16 Wochen vier zusätzliche Monate.

- Teilzeitarbeit: Wer im Job arbeiten und zugleich zu Hause Betreuungsarbeit leisten möchte, darf ab 1. September bis zu 32 Wochenstunden arbeiten. Rechnerisch ist in vielen Fällen nun also eine Vier-Tage-Woche möglich. Vorher waren nur maximal 30 Stunden erlaubt. Auch die Vorgaben für den Partnerschaftsbonus, wenn beide Elternteile zeitgleich in Teilzeit sind, werden entsprechend erweitert - auf 24 bis 32 Wochenstunden.

- Hohe Einkommen: Zur Finanzierung dieser Änderungen erhalten Elternpaare, die mehr als 300.000 Euro Einkommen im Jahr beziehen, nun kein Elterngeld mehr. Die Grenze lag bisher bei 500.000 Euro.