Gesundheitstipp im August

Gesundheitstipp für August: Gut geschützt – so kann die Sonne lachen

Es gilt an den Stränden von Binz und Borkum ebenso wie in Rimini und Rio de Janeiro: Wer sich länger im Freien aufhält, muss seine Haut vor der Sonne schützen. Für viele Menschen ist Sonnenbaden ein Genuss. UV-Licht macht gute Laune - allerdings kommt es auf die richtige Dosis an. Besonders Menschen mit sonnenempfindlicher Haut und kleine Kinder sollten sich gut vor zu viel UV-Strahlung schützen, um einen Sonnenbrand und damit Hautschäden zu vermeiden.

Die ungebräunte Haut sollte man der Sonne ohne Sonnenschutz nie lange aussetzen. Helle Hauttypen sollten ungeschützt nur kurz in die Sonne und ein Sonnenschutzmittel mit einem höheren Lichtschutzfaktor verwenden. Mediterran bräunliche Hauttypen können sich in der Regel bis zu einer halben Stunde der Sonne aussetzen, bevor die ersten Rötungen auf der Haut entstehen. Babys und Kleinkinder haben noch eine sehr dünne und empfindliche Haut. Sie muss immer vor direkter Sonneneinstrahlung bewahrt werden, durch schützende luftig-leichte Kleidung, Sonnenschirm und zusätzlich einen Lichtschutzfaktor von über 30.

Für den Schutz der Haut steht eine große Palette unterschiedlicher Produkte zur Verfügung, von Cremes und Ölen über Sprays bis hin zu Gels. Sie unterscheiden sich sowohl in ihrer Konsistenz als auch im Lichtschutzfaktor. Ein gutes Sonnenschutzmittel schützt sowohl vor UV-B-, als auch vor UV-A-Strahlung. UV-B-Strahlung löst den Sonnenbrand aus, UV-A-Strahlung ist für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Beide sind an der Entstehung von Melanomen (bösartige Geschwulste an der Haut oder den Schleimhäuten) beteiligt. Der Lichtschutzfaktor (als LSF auf dem Mittel angegeben) ist ein Maß für den Schutz vor Sonnenbrand. Dieser gibt an, um wie viel länger sich ein Mensch mit dem jeweiligen Sonnenschutz im Freien aufhalten kann ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als er es ohne Schutz tun könnte.

Welches das passende Mittel ist, hängt vom Hauttyp, dem Urlaubsort, der Hautempfindlichkeit und bestehenden Hautkrankheiten, die durch Licht verursacht werden, ab. Beispielsweise die so genannte Mallorca-Akne entsteht durch das Zusammenwirken der Sonnenstrahlung und einem fetthaltigen Sonnenschutzmittel. Helle Haut kann sich schlechter vor UV-Bestrahlung schützen und braucht daher einen hohen Lichtschutzfaktor von über 30. Menschen mit dunkler oder vorgebräunter Haut reicht zumeist ein mittlerer Lichtschutzfaktor von etwa 20. Die gut sichtbar auf den Produkten aufgedruckte Zahl bezieht sich immer auf den Schutz vor UV-B-Strahlen. Seit 2007 gibt ein spezielles Logo auf den Verpackungen auch den Schutz vor UV-A-Strahlung an.

Wichtig ist, sich nicht nur auf den Schutz der verschiedenen Mittel zu verlassen, sondern weitere Schutzmaßnahmen zu beherzigen: in den Mittags- und frühen Nachmittagsstunden nicht in die Sonne zu gehen und sich mit langärmelige Kleidung und einer Kopfbedeckung zu schützen.

Was viele nicht wissen: Es ist ein Irrglaube anzunehmen, man könne die Haut im Solarium auf häufiges Sonnenbaden vorbereiten. Die Geräte bieten lediglich UV-A-Strahlung, die die Haut schneller altern lässt. Besser ist es, die Haut langsam an die intensive natürliche Sonneneinstrahlung zu gewöhnen. Zudem: Da Kinderhaut besonders empfindlich ist, sollten Babys bis zum 1. Geburtstag überhaupt nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Sonnenmilch eignet sich für alle Hauttypen

Die Verträglichkeit von Sonnenschutzmitteln ist individuell unterschiedlich. Deshalb sollte man im Vorfeld ausprobieren, welche Präparate man am besten verträgt. Dafür gibt es bestimmte Anhaltspunkte: Sonnenmilch eignet sich für alle Hauttypen, da sie wenig Fett und viel Wasser enthält. Sie lässt sich gut auf großen Hautflächen verwenden. Sonnencremes bestehen aus Fett, Öl und Wasser und eignen sich daher besonders gut für trockene Haut und für das Gesicht. Durch ihre feste Konsistenz ist jedoch insbesondere das großflächige Auftragen etwas mühsam. Menschen mit fettiger Haut sollten Sonnengels verwenden, die kein Fett enthalten. Da sie sich leicht vom Körper abwaschen lassen, sollte man sie nach dem Baden und nach spätestens zwei Stunden wieder auftragen. Sprays sind für normale und fettige Haut geeignet. Insbesondere behaarte Körperstellen können durch sie gut geschützt werden. Da sie jedoch nicht lange haften, gilt auch hier: häufiger nachsprühen. Sonnenöle sollten nur von bereits sonnengebräunten Menschen mit unempfindlicher Haut verwendet werden, da sie meist einen geringen Lichtschutzfaktor besitzen. Speziell für Kinder gibt es farbige Sonnencremes. Sie erhöhen den Spaß am Einreiben und machen auf den ersten Blick deutlich, ob eine Hautpartie vergessen wurde.

Regelmäßig nachcremen

Damit der Sonnenschutz erhalten bleibt, sollte man sich bei den meisten Produkten spätestens nach vier Stunden erneut eincremen. Wer sich öfter einreibt, erhöht den Schutz hingegen nicht, sichert sich aber gegen ein Nachlassen des Schutzes ab. Nach dem Baden und nach dem Abtrocknen ist ein erneutes Eincremen unerlässlich. Insbesondere die empfindlichen Hautpartien sollten geschützt sein. Dazu gehören Ohren, Nase, Lippen, Schultern, Dekolletee oder der Fußrücken. Wer sich für längere Zeit im Wasser aufhält, zum Beispiel beim Schnorcheln, sollte ein UV-dichtes, langärmeliges Shirt tragen, das auch den Nacken schützt. Denn über einen langen Zeitraum spülen sich selbst wasserfeste Sonnencremes ab und die Intensität der Sonnenstrahlung ist auch dicht unter der Wasseroberfläche noch sehr hoch.

Hat die Haut genügend UV-Licht getankt, sollte direkte Sonne gemieden werden. Denn zuviel UV-Strahlung führt zu Sonnenbrand, lässt die Haut schneller altern und erhöht langfristig das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Wenn die Haut bereits gerötet ist, hilft Eincremen nicht mehr. Dann empfiehlt es sich, den Strand zu verlassen. Die ultraviolette Strahlung ist zwischen 11 und 15 Uhr am höchsten. Es ist sinnvoll, das Sonnenbad auf eine andere Zeit zu verschieben.

Wenn man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Sonnenbrand bekommen hat, helfen kalte Umschläge und viel trinken - und die Sonne in der nächsten Zeit meiden.

Früherkennung

Jeder Verdacht auf ein Melanom sollte so schnell wie möglich durch einen Hautarzt abgeklärt werden, um gegebenenfalls das Melanom früh – vor der Metastasierung – entfernen zu können. Je früher Krankheiten erkannt und behandelt werden, desto größer sind die Heilungschancen. Zur Vorsorge vor Hautkrebs zahlt die AOK Sachsen-Anhalt das Hautscreening für ihre Versicherten. Alle Versicherten, die 35 Jahre und älter sind, können sich alle zwei Jahre untersuchen lassen, um Hautkrebs zu vermeiden oder ihn bereits in einem sehr frühen Stadium zu erkennen. Dabei untersucht der Arzt die gesamte Körperoberfläche inklusive des behaarten Kopfes und der Zehenzwischenräume auf verdächtige Merkmale ab. Damit wird im Bedarfsfall eine frühzeitige und damit eine erfolgversprechende Therapie möglich.

Sonnentypen-Test

Hilfreich ist es, wenn man seinen Hauttyp kennt. Damit Sie keinen Sonnenbrand bekommen, sollten Sie auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Wie lange Sie mit und ohne entsprechenden Schutz auskommen, ist eine Frage des Typs. Welcher Hauttyp Sie sind, erfahren Sie in unserem Test