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Schnürt die Wanderstiefel! 5 Tipps für Migräne-Patienten

akz-i Wandern verbindet Naturerleben und körperliche Aktivität mit einer guten Portion Erholung. Vom Stressabbau an der frischen Luft können insbesondere Menschen mit Migräne profitieren.

So bleibt der Kopf klar.
So bleibt der Kopf klar. Foto: Syda Productions/shutterstock.com/akz-i

Am Meer, in den sonnigen Bergen oder durch schattige Wälder: Wandern macht Spaß und ist eine Wohltat für Körper und Geist. Denn durch die ausdauernde Bewegung in der Natur produziert der Körper vermehrt Boten- und Eiweißstoffe wie Serotonin und Endorphine. Diese steigern das Wohlbefinden und wirken Stresshormonen wie beispielsweise Cortisol entgegen.

Da Stress ein möglicher Auslöser von Migräne-Attacken ist, kann sportliche Aktivität wie Wandern dabei helfen, Stress zu reduzieren und den schmerzhaften Anfällen vorzubeugen. Beim Ausflug ins Grüne sollten nicht nur Migränepatienten die folgenden fünf Tipps berücksichtigen:

• Planen Sie Strecken, die zu Ihrer Fitness passen. Eine zu lange und zu starke Beanspruchung der Muskulatur kann zu Unterzuckerung und einem Energiedefizit im Gehirn führen. Dies kann eine Migräneattacke auslösen.

• Trinken Sie auch bei kürzeren Touren ausreichend Wasser und planen Sie Essenspausen mit ein.

• Achten Sie auf gutes, eingelaufenes Schuhwerk und passende Kleidung.

• Berücksichtigen Sie Besonderheiten der Region. In einigen Gegenden kann das Wetter schnell umschlagen, in diesen Regionen gehören warme Kleidung und Regenschutz ins Gepäck. In Monaten mit starker Sonneneinstrahlung Sonnenschutzcreme und Sonnenbrille nicht vergessen.

• Am wichtigsten ist natürlich: Stressen Sie sich nicht! Beim Wandern geht es nicht darum, möglichst schnell am Ziel anzukommen – sondern darum, den Aufenthalt in der Natur zu genießen und den Alltag hinter sich zu lassen.

Neben regelmäßiger körperlicher Bewegung und Verfahren der psychologischen Schmerztherapie (z. B. Schmerzbewältigung, Stressmanagement, Entspannungsverfahren) kann eine medikamentöse Behandlung dabei helfen, Migräneattacken zu verhindern. Möglich ist neben einer Akuttherapie auch eine Prophylaxetherapie mit oralen oder injizierbaren Prophylaktika. Letztere gehören zur Gruppe der Anti-CGRP-Antikörper.* Diese blockieren im trigeminalen Nervensystem jene Botenstoffe, die an der Schmerzauslösung beteiligt sind. Die Wirkstoffe, die vom Arzt verschrieben werden, können die Häufigkeit oder Stärke von Attacken verringern.

Die Therapie kommt für Erwachsene infrage, die häufiger als vier Tage im Monat von Migräne betroffen sind und bei denen andere vorbeugende Therapien versagt haben. Die Medikamente können nach Einweisung selbst injiziert werden.

Mehr Informationen zum Thema Migräne finden Sie unter dem weiterführenden Link.
www.kopf-klar.de

* Dieneer, H.C., May, A. et al., Prophylaxe der Migräne mit monoklonalen Antikörpern gegen CGRP oder den CGRP-Rezeptor, Ergänzung der S1-Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne, 2019, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie.