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Zwei „Tasty Trees“-Rezepte Wie wär's mal mit Lindenblättersalat und Lärchen-Käsekuchen

Wer sich schon an Wildpflanzen- und -kräutern gewagt hat, sollte ruhig auch mal eine Etage höher schauen. Denn auch Laub- und Nadelbäume haben Leckeres zu bieten. Zwei Rezepte für Anfänger.

Von dpa Aktualisiert: 16.05.2024, 15:32
Genau richtig für Einsteiger der Baumküche: In den Lindenblättersalat kommen neben Eichblattsalat, Sonnenblumenkernen und Lindenblättern auch essbare Blüten.
Genau richtig für Einsteiger der Baumküche: In den Lindenblättersalat kommen neben Eichblattsalat, Sonnenblumenkernen und Lindenblättern auch essbare Blüten. Victoria Lorenz/Tasty Trees/Kosmos/dpa

Bad Kohlgrub - Wie man mit Blättern und Nadeln und ihren ungeahnten Aromen seinen Speiseplan erweitern kann, beschreibt Wildpflanzenexpertin Victoria Lorenz in ihrem Buch „Tasty Trees“ mit 50 kreativen Rezepten. Zwei davon stellt sie vor:

Rezept für Lindenblättersalat mit Sonnenblumen-Crunch

Zutaten:

40 bis 50 g frischer Lauch (es gehen auch Frühlingszwiebeln oder Bärlauch), 100 bis 150 g Sonnenblumenkerne, 2 EL Hefeflocken, 1 TL Salz, 2 Handvoll frische junge Lindenblätter, 1 kleines Stück Gurke, 1 Handvoll Eichblattsalat, 1 EL Ahornsirup, 2 EL Essig, 4 EL Öl, 1 TL Senf sowie Salz, Pfeffer, Essbare Blüten, z.B. von der Linde

Zubereitung:

1. Lauch bzw. Zwiebeln grob schneiden, danach mit Sonnenblumenkernen, Hefeflocken und Salz grob mixen.

2. Anschließend diese Masse im leicht geöffneten Ofen (damit die Feuchtigkeit entweichen kann) bei 50 Grad oder in einem Dörrgerät bei 40 Grad über mehrere Stunden lassen, bis sie durchgetrocknet ist. Dieser Crunch ist in einem geschlossenen Glas über einige Monate haltbar.

3. Lindenblätter, Gurke und Eichblattsalat in mundgerechte Stücke zerkleinern und anschließend ein Dressing aus Ahornsirup, Essig, Senf, Salz, Pfeffer und Öl mischen. Alle Blätter samt Gurkenstücke mit Dressing vermischen, zum Schluss mit essbaren Blüten und großzügig mit Crunch bestreuen.

Rezept für veganen Lärchen-Käsekuchen

Zutaten:

für den Boden:

200 g Haferkekse, 100 g Kokosnussöl, 70 g Mandelmehl, 70 bis 80 g getrocknete Datteln, Salz

für die Füllung:

2 TL Speisestärke, 300 g Kokosnussmilch, 200 g Kokosnussöl, 150 g Cashewnüsse (über Nacht eingeweicht), 2 Handvoll junge Lärchennadeln, 400 g Seidentofu, 80 g Ahornsirup, Salz

Zubereitung:

1. Für den Boden die Kekse klein mixen, Kokosnussöl schmelzen und mit allen anderen Zutaten zu den Haferbröseln geben. Alles noch mal mixen bis der Teig klebrig und sandig ist.

2. Teig auf den geölten oder mit Backpapier ausgekleidete Springform verteilen, fest drücken und ins Gefrierfach stellen während man die Füllung zubereitet.

3. Für die Füllung etwas Kokosnussmilch mit der Speisestärke verrühren. Danach mit dem Rest der Milch in einem Topf erhitzen, kurz aufkochen bis die Milch eindickt. In die noch warme Kokosnussmilch das Kokosnussöl rühren und gut vermischen.

4. Nun die aufgeweichten Cashewnüsse mit den Lärchennadeln fein pürieren. Anschließend Kokosnussmilch, Seidentofu und Ahornsirup dazu geben und nochmals gut mixen. Die Masse sollte homogen sein.

5. Danach die Füllung auf den Boden gießen und den Kuchen für 8 bis 12 Stunden einfrieren.

6. Vor dem Servieren den Käsekuchen 20 bis 25 Minuten auftauen lassen.

Dieser Käsekuchen wird also NICHT gebacken. Die Lärchennadeln kann man auch der Füllung eines beliebig anderen Käsekuchens beigeben. Einfach experimentieren.