Straßburg (dpa) - Ein geheimnisvoller grüner Strahl im Straßburger Münster ist von Donnerstag (17. September) bis Herbstbeginn am 23. September wieder zu sehen.

Wenn die Sonne durch den grünen Schuh des Jacobsohnes Juda in einem Mosaikfenster der Kirche scheint, wandert der Strahl durch das Kirchenschiff, jeden Tag ein wenig höher. Zum Herbstbeginn am 23. September erreicht er dann um 12.24 Uhr seinen höchsten Punkt über dem Christuskopf auf der Kanzel. Aber nur, wenn die Sonne scheint. 

Das Phänomen hat der Straßburger Ingenieur Maurice Rosart 1984 beschrieben. Der Strahl ist etwa 20 Minuten lang zu sehen und lockt jedes Jahr Hunderte Besucher an. Danach verschwindet er wieder bis zum Frühjahrsbeginn. Nach Angaben Rosarts ist dieses Schauspiel kein Zufall, sondern beabsichtigt und wurde berechnet.

In dem Mosaikfenster blickt Juda nach oben (zur Sonne) und hat mit seiner linken Hand sein Gewand angehoben, um den Fuß für den Blick freizugeben. Gleichzeitig zeigt er mit dem linken Zeigefinger auf seinen Fuß. Dies ist ein Indiz für die Botschaft: Schaut auf meinen linken Fuß, die Sonne scheint hindurch, interpretiert Rosart.

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