Kiel (dpa) - Er fertig Dämonen, Trolle, Elfen und immer wieder Orks - und alle sehen täuschend echt aus: Der Kieler Künstler Julien Padubrins stellt maßgeschneiderte Latex-Masken her.

"Sie sind mein tägliches Brot", sagt der 36-Jährige. Mehrere Dutzend Arbeitsstunden stecken in einer Maske. Rund 250 Masken seien es mittlerweile - Unikate auf Basis des Gipsabdrucks ihres Trägers.

Modelliert hat Padubrins bereits als kleiner Junge. "Als Vierjähriger habe ich Totenköpfe gemacht, die standen vor kurzem noch im Garten meiner Mutter", sagt er. Als Maskenbildner arbeitet der gelernte Tierpfleger aber erst seit rund zehn Jahren, zunächst nur für Freunde. Doch schnell sprach sich seine Arbeit in der Szene rum.

Seine Kunden kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus den USA und Kanada. Es sind Live-Rollenspieler, die in ihrer Freizeit als Fantasywesen für das Gute oder dagegen kämpfen. Beim "Live Action Role Playing" (Larp) handelt es sich um Improvisationstheater, das allerdings ohne Zuschauer stattfindet. Larp-Fans treffen sich oftmals in authentischen Umgebungen wie alten Burgen.

Larp-Kalender

Julien Padubrins