Hamburg (dpa) – Mit einer tiergerechten Geburtstagstorte hat der Hamburger Tierpark Hagenbeck am Montag den 40. Geburtstag seines Elefantenweibchens Yashoda gefeiert. Zum runden Geburtstag gab es in der Elefanten-Freilaufhalle des Tierparks eine etwa 30 Kilo schwere Torte aus Brot, Obst, Gemüse und Sahne mit 40 Kerzen aus Möhren - ein Geburtstagsfrühstück für die ganze Herde.

"Yashoda ist ein wichtiger Bestandteil der Gruppe, weil sie sozial sehr engagiert ist, überall ihren Rüssel im Spiel hat und sich um jeden und alles kümmert", sagte Elefantenpfleger Daniel Wenzel bei der Geburtstagsfeier.

Den Geburtstag nahm der Tierpark zum Anlass, auf ein "bewegtes Elefantenleben" zurückzublicken: Yashoda, die im indischen Dschungel geboren wurde, verlor kurz nach ihrer Geburt den Anschluss zu ihrer Herde. Ihre Mutter soll nach Informationen des Tierparks Wilderern zum Opfer gefallen sein. Indische Wildhüter hätten das verlassene Elefantenmädchen gefunden und in den Zoo in der nahe gelegenen Stadt Mysore gebracht. Dort wurde sie im Jahr 1990 als trächtige Elefantenkuh an den Tierpark Hagenbeck übergeben. Seit 29 Jahren lebt die Elefantendame nun in Hamburg.

Yashoda bekam im Tierpark Hagenbeck fünf Kinder und als erste Elefanten-Großmutter des Tierparks einen Enkel. Seit sie "bei der ersten Herdengeburt der deutschen Zoogeschichte" im Jahr 2003 eine Tochter bekam, gelte sie in der neunköpfigen Herde als "Vorbild und Stütze", sagte Elefantenpfleger Wenzel. Yashoda wiegt etwa 3,8 Tonnen und frisst 150 Kilo am Tag.