Seelze (dpa) - Was ist laut, schnell und staubig? Zehn Männer beispielsweise, die am Sonntag im niedersächsischen Seelze Fußball auf Motorrädern gespielt haben. Beim Motoball kämpfen Mannschaften in einer eigenen Bundesliga um den deutschen Meistertitel.

Dabei spielen zwei Teams mit je vier Feldspielern auf einem fußballfeldgroßen Platz und fahren mit bis zu 80 km/h Richtung gegnerisches Tor. Zwei Teams spielten am Sonntag auf einem staubigen Platz in der prallen Sonne. "Man muss schon etwas lebensmüde sein", sagt ein Torwart des 1. Motorsportclubs Seelze, Phil Stolte.

Das wichtigste Spiel im Motoball findet im August in Russland statt. Dann hat Deutschland nach dem Fußball-WM-Aus eine neue Chance sich im Fußball auf Motorrädern zu beweisen - aber die Konkurrenz ist stark. Russland gilt als beste Motoball-Nation, gefolgt von Frankreich. Die Franzosen haben das Spiel Anfang des vergangenen Jahrhunderts erfunden.

Durch die Stürze und Kollisionen, gehen die Spieler immer mal wieder mit Überdehnungen, Prellungen, Schürfungen und vielen blauen Flecken nach Hause. Die Männer schützen sich mit Motocross-Kleidung, Schutzpanzern, Schonern und Helmen. Ihre Motocross-Maschinen müssen nach jedem Spiel in die Werkstatt neben dem Schotterplatz - um kaputte Bremsen und Kupplungen, geplatzte Kühlerschläuche und abgefallenen Auspüffe zu reparieren oder ersetzen.

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