Berlin (dpa) - Weihnachten ist neben Ostern das wichtigste Fest des christlichen Kirchenjahrs. Fünf Dinge, die man wissen sollte.

- Das Geburtsfest Christi fiel der Überlieferung zufolge zunächst auf einen Termin im Frühjahr. Im Jahr 354 legte Papst Liberius Weihnachten dann auf den 25. Dezember. 813 erklärte eine Mainzer Synode das Fest zum allgemeinen Feiertag. Seit dem 16. Jahrhundert wird es auch privat gefeiert.

- Die weihnachtliche Bescherung ist noch relativ jung, Geschenke gab es früher nur am Nikolaustag. Dem Matthäus-Evangelium zufolge haben die Heiligen Drei Könige Jesus an der Krippe mit Geschenken verehrt: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

- Hohe Festtage wurden schon im Mittelalter von üppigen Mahlzeiten begleitet. Die Norddeutschen nannten Heiligabend daher auch Vollbauchabend. In katholischen Regionen begann das Festessen erst am ersten Feiertag, Heiligabend wurde gefastet.

- Der Weihnachtsbaum geht auf das kirchliche Krippenspiel des Mittelalters zurück. Zunächst verbreitete er sich an den Königshöfen und beim Adel. Um 1800 zog er in die Stuben der bürgerlichen Oberschicht ein, im 19. Jahrhundert wurde er allgemein populär.

- Als Gegenentwurf zum katholischen Nikolaus zogen Weihnachtsmann und Christkind erst mit der Reformation zu Beginn des 16. Jahrhunderts in das evangelische Brauchtum ein. Beide haben keinen biblischen Hintergrund und sind reine Fantasieprodukte.