Herbstbeginn

Wann wird die Uhr auf Winterzeit umgestellt und welche Folgen für den Körper hat das?

Mit dem Einzug des Herbstes stellen sich Viele die Frage: Wann muss denn eigentlich die Uhr umgestellt werden? Und wird sie vor oder zurück gestellt? Dieser Rhythmuswechsel kann für den ein oder anderen auch gesundheitliche Folgen mit sich bringen.

Von Linda May van Bui 24.09.2021, 06:15 • Aktualisiert: 22.10.2021, 12:16
Die meisten EU-Bürger wollen die Zeitumstellung abschaffen.
Die meisten EU-Bürger wollen die Zeitumstellung abschaffen. Foto: dpa/ Symbol

Magdeburg/DUR - Zwei mal im Jahr wird in Deutschland die Zeit umgestellt - im Frühjahr eine Stunde nach vorn und im Herbst eine Stunde zurück. Doch wann genau ist es wieder soweit?

Zeitumstellung zur Winterzeit 2021

Die Umstellung auf die Winterzeit erfolgt stets am letzten Sonntag im Oktober. In diesem Jahr fällt dies somit auf den 31. Oktober. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren von um drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt. Das heißt, dass die Nacht um eine Stunde länger und es morgens früher hell und abends früher dunkel wird.

Bereits seit 1980 stellen die Deutschen ihre Uhren um. Die Debatte um den Sinn oder Unsinn dessen ist allgegenwärtig. 2018 befragte die EU-Kommission die Bürger zu dem Thema. Rund 4,6 Millionen Menschen aus der gesamten EU waren beteiligt. Das Ergebnis: 84 Prozent waren für ein Ende des Wechsels zwischen Sommer- und Winterzeit.

Doch auch für das kommende Jahr 2022 ist die Zeitumstellung weiterhin vorgesehen. Die Winterzeit hält bis zum 26. März 2022 an. Am Folgetag, einem Sonntag, werden die Uhren dann erneut von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. 

Auswirkungen auf unseren Schlaf

Gerade in den Tagen nach der Zeitumstellung haben viele Menschen Schlafprobleme. "In Sachsen-Anhalt leiden immer mehr Menschen an Schlafstörungen. Auswertungen der BARMER haben ergeben, dass im Jahr 2019 rund 115.000 Sachsen-Anhalter beim Arzt waren, weil sie beispielsweise Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen (...) hatten" erklärt die BARMER Sachsen-Anhalt auf Anfrage. 

Verschwinden diese Probleme längere Zeit nicht, kann das gesundheitliche Folgen mit sich bringen wie:

  • eine beeinträchtigte Leistungsfähigkeit und Lebensqualität
  • ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen
  • sowie für Herzinfarkte, Bluthochdruck und Diabetes mellitus
  • ein geschwächtes Immunsystem (begünstigt Infektionskrankheiten)
  • psychische Erkrankungen

Wer aufgrund der Zeitumstellung die Tage danach Probleme beim Einschlafen haben sollte, der kann als Hausmittel auf Kräuter wie Baldrian, Melisse oder Lavendel zurückgreifen. In Form von warmem Tee wirken diese beruhigend. Die richtige Schlafzimmertemperatur liegt übrigens bei rund 18 Grad Celsius.

"Auf Schlafmittel und Medikamente gegen Schlafstörungen sollte nur nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt zurückgegriffen werden. Das gilt auch für Schlafmittel, die ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind", erklärt Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen-Anhalt