Berlin (dpa) - Der Doping-Skandal in der internationalen Leichtathletik-Szene zieht weitere Kreise. Kenias Verband sperrte sieben Athleten, darunter die zweimalige Crosslauf-Weltmeisterin Emily Chebet, für vier Jahre.

Ebenfalls für vier Jahre gesperrt wurden Joyce Zakary und Koki Manunga. Beide Läufer waren bei der Leichtathletik-WM im Sommer in Peking positiv getestet wurden.

Wie bei Chebet, Cross-Weltmeisterin von 2010 und 2013, wurde bei ihnen Furosemid festgestellt. Die Substanz kann Doping-Präparate verschleiern und steht auf der Doping-Liste. Auch Agnes Jepkosgei, Bernard Mwendia, Judy Jesire Kimuge und Lilian Moraa Marita wurden gesperrt.

Die Sperren veröffentlichte Kenias Verband am Freitag. Seit 2012 waren mehr als 40 Athleten der ostafrikanischen Läufernation positiv getestet worden. Bei der WM 2015 war Kenia mit sieben Goldmedaillen neben Jamaika erfolgreichstes Land. Der Weltverband IAAF ermittelt gegen Kenias Verband nach Anschuldigungen, Offizielle hätten - ähnlich wie im russischen Doping-Skandal - positive Proben vertuscht.