Berlin (dpa) - Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) sorgt sich wegen fehlender Wettkämpfe in der Corona-Krise um die Motivation seiner Sportler.

Die Olympischen Spiele seien verschoben worden und Meisterschaften ausgefallen, sagte Jürgen Kessing im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. "Das ist natürlich schwierig, dann nur zu trainieren und keinen Leistungsvergleich mit anderen Athletinnen und Athleten durchführen zu können. Da hängen die schon ein bisschen durch", sagte der 63-jährige SPD-Kommunalpolitiker.

Die fehlenden Vergleiche machen nach Auffassung von Kessing auch eine Prognose über das Abschneiden der deutschen Leichtathleten bei den Olympischen Spielen vom 23. Juli bis 8. August in Tokio unmöglich. Im Verband freue man sich natürlich über jede Medaille. "Aber wir wissen auch nicht, wo wir weltweit stehen. Wir wissen nicht, wie woanders trainiert werden kann, teilweise besser, teilweise schlechter", sagte der Verbandschef. Daher gebe es auch keine Zielsetzung. "Wir wünschen uns natürlich möglichst viele Medaillen, aber wir machen keine Zahlenvorgaben", sagte Kessing.

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Deutscher Leichtathletik-Verband