Blätz l In diesem Pferdeland mit großer Geschichte betreiben Marina Geier und Stefan Heinrichs ein vom Land Sachsen-Anhalt und der EU gefördertes Tourismusprojekt für Urlaub auf dem Pferdehof und eine Station für Wanderreiter. Für Bewerbung und Buchungsabwicklung sind sie dabei aber auf ein halbwegs funktionierendes Internet angewiesen.

Und daran hapert es in ihrem Wohnort am Rande der Colbitz-Letzlinger Heide. Bis vor wenigen Wochen konnten sie trotz sehr mäßiger Übertragungsrate von „Call & Surf“ der Telekom immerhin halbwegs online agieren.

Doch dann musste das Ehepaar den Tarif wechseln, weil der Telefonanbieter sein Netz technisch erneuert und den bisherigen Vertrag kündigte. Als neuen Tarif mit neuer Technik bot man den Pferdezüchtern in Blätz, einem Ortsteil von Burgstall im Landkreis Börde, den Tarif „Magenta Zuhause S“ mit einer Übertragungsrate von bis zu 16 Mbits/s an.

„Notgedrungen haben wir den Tarif entsprechend gewechselt, natürlich in der Annahme, dass die Übertragungsrate sich nicht verschlechtert, sondern mit neuer Technik verbessert“, schrieb Stefan Heinrichs dem Leser-Obmann und berichtete weiter, dass nach Umstellung auf die neue Technik bei ihnen aber keine höhere Übertragungsrate möglich und eine Rückkehr zur alten Technik ausgeschlossen sei. Da alle eigenen Bemühungen um ein funktionsfähiges Internet scheiterten, baten die Leser um Unterstützung.

Auf Intervention des Leser-Obmanns wurde bei der Deutschen Telekom der Sachverhalt geprüft. „Wir bringen unser Netz auf den aktuellen Stand, die IP-Umstellung ist unumgänglich“, wurde unserer Redaktion mitgeteilt. Wegen der örtlichen Gegebenheiten könne man diesen Kunden lediglich „Magenta Zuhause“ via Funk als Alternative für den Internet-Zugang anbieten.

Versorgung des Hofes über Mobilfunk

„Es tut uns leid, dass wir Dr. Heinrichs und Frau Geyer keine zufriedenstellendere Auskunft geben können“, sagte Telekom-Sprecherin Alexandra Hürter und versicherte, dass man mit diesen Kunden im Gespräch über einen anderen Tarif sei und eine gemeinsame Lösung finden wolle.

Und tatsächlich: Seit kurzem kann auf dem Pferdehof in Blätz schnellstes Internet genutzt werden. Nach Einschaltung des Leser-Obmanns habe sich endlich eine sehr kompetente Mitarbeiterin der Telekom gemeldet, berichtete Stefan Heinrichs. Diese hatte die Idee, dass der Hof möglicherweise über Mobilfunk versorgt werden könne, auch wenn dieser in Blätz schon fast außerhalb des Sendebereichs liege.

Der Leser testete es an mehreren Stellen des Anwesens und entdeckte schließlich eine Position, in der sogar G4-Netzempfang möglich ist.

Ihren Dank richten die Leser auch an die Telekom-Mitarbeiterin, die sie sehr kundenorientiert und äußerst freundlich beraten und mit ihnen eine Lösung gesucht habe.

Kosten ohne SIM-Karte im Gerät?

Auch einem Ehepaar in Schönhausen an der Elbe wurde seitens der Telekom geholfen, nachdem der Leser-Obmann dort dessen Problem geschildert hatte. Diese Leser erhielten zwei Monate lang recht deftige Rechnungen für ein neues, aber noch ungenutztes Handy, in dem zu dieser Zeit gar keine SIM-Karte war. Die befand sich nämlich im Schreibtisch, bis der technisch versierte Sohn sie bei einem Besuch bei seinen Eltern in das Gerät einlegte.

Dass sie vorher gar keine GPRS-Daten nutzten, akzeptierte die Telekom indes nicht. Auch als sich unsere Redaktion einschaltete, blieb es dabei: Technisch gesehen ist es nicht möglich, dass eine SIM-Karte, die im Schreibtisch liegt, Kosten verursacht, so die Mitteilung der Telekom. Wie es dennoch dazu kam, konnte seitens des Unternehmens nicht nachvollzogen werden. Dennoch gab es einen positiven Ausgang für unsere Leser: „Aus Kulanz schreiben wir dem Ehepaar die Kosten der GPRS-Positionen aus den Rechnungen von November und Dezember gut.“