Berlin (dpa) - Schauspielerin Alexandra Maria Lara (40) will die Erinnerungen an ihre rumänischen Wurzeln wachhalten. "Je älter man wird, desto mehr Gewicht bekommen die Dinge, die einen geprägt haben", sagte Lara im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Als Kind kam sie 1983 mit ihren Eltern von Rumänien nach Deutschland. Ihre Eltern hätten dort eigentlich mitten im Leben gestanden: Ihr Vater war Vize-Intendant des Nationaltheaters in Bukarest, ihre Mutter habe ihre Studenten an der Universität sehr geliebt. Triftige Gründe hätten die beiden bewegt, trotzdem ihre Heimat zu verlassen. "Irgendwann haben sie gesagt: "Jetzt haben wir ein Kind bekommen und wir wünschen uns für unsere Tochter ein Leben in Freiheit"", sagte Lara.

"Mit diesem Bewusstsein groß zu werden, hat sicherlich dazu beigetragen, mich darin zu bestärken, angstfrei durchs Leben zu gehen. Auch auf meinem beruflichen Weg", sagte Lara, die ab nächste Woche Donnerstag (5.9.) im Kinofilm "Und der Zukunft zugewandt" zu sehen ist. Das Drama erzählt, wie in der DDR das Unrecht unter Stalin in der Sowjetunion verschwiegen wurde.

Der Film sei eine sehr wichtige und prägende Arbeit gewesen, sagte Lara. Sie habe gemerkt, dass sie auch wegen ihrer Familiengeschichte eine sehr starke Verbindung zur Thematik habe. Sie habe heute noch Familie in Rumänien. "Und es ist uns auch wichtig, dass unser Sohn eine Verbindung zu England und Rumänien aufbauen kann", sagte Lara, die mit dem Briten Sam Riley verheiratet ist.