Bad Bramstedt (dpa) - Der Abenteurer und Polarforscher Arved Fuchs hat ein eher ambivalentes Verhältnis zu Kreuzfahrtschiffen in der
Antarktis.

Er habe gesagt, man müsse die Antarktis auch der Öffentlichkeit zugänglich machen, weil man nur so eine Lobby für den Erhalt dieser Region schaffe, sagte Fuchs der Deutschen Presse-Agentur. Denn: "Wenn da keiner hin darf, ist es den Menschen schlichtweg auch egal, was da passiert. Und es ist so wichtig, Aufmerksamkeit zu schaffen, was das für ein wunderbarer Kontinent das ist, den man im Status Quo auch erhalten muss."

Inzwischen führen aber nicht mehr nur Expeditionskreuzfahrtschiffe mit geschulten Tourguides in die Region. Mittlerweile seien Schiffe dabei, die so groß seien, dass sie gar nicht mehr anlanden könnten, sagte Fuchs. "Als wir das letzte Mal dort gewesen sind, waren, glaube ich, 48 Kreuzfahrtschiffe dort unterwegs. Und die fahren ja nicht nur einmal hin, sondern die pendeln ja zwischen Südamerika und der Antarktischen Halbinsel hin und her und es werden immer mehr." Und das sei etwas, was ihm schon Sorge bereite, sagte der 66-Jährige. "Gerade auch aus ökologischen Gründen, wenn da wirklich mal eine Havarie oder sonst irgendwas passiert." Das sei schon nicht unkritisch zu sehen.

Vor 30 Jahren durchquerten Fuchs und der Südtiroler Alpinist Reinhold Messner als erste Menschen ohne motorisierte Hilfsmittel die Antarktis. Am 12. Februar 1990 erreichen sie die Scott Basis in der McMurdo-Bucht.