Berlin (dpa) - Action-Szenen fielen ihm in seinem Alter nicht mehr so leicht, räumte Denzel Washington vergangenes Jahr ein. Da machte er gerade Werbung für den Thriller The Equalizer (Regie: Antoine Fuqua) einen scheinbar biederen Baumarkt-Mitarbeiter mimt, der zum Killer mutiert.

Körperlich war es schon anstrengend, bestimmte Dinge immer und immer wieder zu tun, sagte Washington der Deutschen Presse-Agentur. Aber es hat Spaß gemacht, neue Techniken zu erlernen. Ich boxe seit 20 Jahren, ich mag es, verschiedene Kampftechniken zu lernen. Heute wird Denzel Washington 61 - und dreht derzeit mit dem Regisseur Fuqua für 2016 den Action-Western The Magnificent Seven. Weiter geht es dann Imdb.com zufolge mit einer Euqalizer-Fortsezung, die 2017 in die Kinos kommen soll.

Die allererste Zusammenarbeit mit Fuqua bescherte Washington höchste Hollywood-Ehren: Mit der Darstellung eines korrupten Polizisten in Training Day (2001) - der ersten Schurkenrolle seiner Karriere - verdiente er sich den Oscar als bester Hauptdarsteller.

In seiner Oscar-Dankesrede sprach er damals über seinen Kollegen Sidney Poitier (88), der 1964 als erster Afroamerikaner einen Goldjungen in der Kategorie Bester Hauptdarsteller bekommen hatte, Washington wurde der zweite. Ich werde dir immer nachjagen, Sidney, ich werde immer deinen Fußstapfen folgen, so der Preisträger. Als ich im College als junger Schauspieler nach meinem Berufswunsch gefragt wurde, sagte ich: 'der beste Schauspieler der Welt werden', erinnerte er sich. Sie haben mich angeschaut, als sei ich verrückt.

Dass er ganz oben in Hollywood angekommen ist, stellt niemand infrage. Unvergessen bleibt er nicht zuletzt als südafrikanischer Freiheitskämpfer Steve Biko in dem Drama Schrei nach Freiheit (1987). Diese Rolle brachte ihm seine erste Oscar-Nominierung als Nebendarsteller ein. Drei Jahre später hielt er den Nebenrollen-Oscar tatsächlich in den Händen. Das hatte er seiner Darstellung eines Soldaten im Bürgerkriegsdrama Glory zu verdanken.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS), die den wichtigsten Filmpreis der Welt verleiht, würdigte den Star noch weitere Male mit Nominierungen als bester Hauptdarsteller. Hier gilt das olympische Prinzip: Dabei zu sein ist schon eine Auszeichnung an sich. Im Januar 2016 bekommt er bei den Golden Globes im übrigen den Ehrenpreis.

Seine Rollen könnten nicht unterschiedlicher sein: als Bürgerrechtler Malcolm X (1992), als der unschuldig inhaftierte Boxer Rubin Carter in Hurricane (1999) oder auch als versoffener Crash-Pilot in Flight (2012). Nach anspruchsvollen Filmen wie Philadelphia (1993), John Q. - Verzweifelte Wut (2002) und Inside Man (2006) setzte Washington vermehrt auf Action. In Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (2009) legte er sich mit John Travolta an, in Unstoppable (2010) musste er einen rasenden Zug anhalten, im Buddy-Action-Film 2 Guns (2013) schoss er mit Mark Wahlberg wild um sich.

Geboren am 28. Dezember 1954 im US-Bundesstaat New York, ist er seit 1983 verheiratet. Seine Frau Pauletta hatte er zuvor bei Dreharbeiten zu Wilma kennengelernt. Doch sie habe zwei seiner Heiratsanträge abgelehnt und erst beim dritten Mal Ja gesagt, erzählten die Eheleute einst dem Promiportal E-Online. Das Paar hat vier inzwischen erwachsene Kinder.

NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
MILLER, Sienna amerikanisch-britische Schauspielerin 34 28.12.1981 New York USA
MANGANIELLO, Joe amerikanischer Schauspieler 39 28.12.1976 Pittsburgh USA
KENNEDY, Nigel britischer Geiger 59 28.12.1956 Brighton Großbritannien