Berlin (dpa) - Er ist einer der Kassenmagneten Hollywoods: Golden-Globe-Gewinner Ryan Gosling stand schon als Kind für den Disney-Kanal vor der Kamera. Heute ist der kanadische Schauspieler ein Kritiker- und Publikumsliebling und sowohl in Komödien, Actionfilmen als auch anspruchsvollen Dramen zu sehen.

Seinen Durchbruch hatte Gosling, der heute seinen 38. Geburtstag feiert, in einem Liebesdrama, seinen größten Erfolg mit einem Musical. Seine neueste Rolle katapultiert ihn nun noch nach ganz oben: In "Aufbruch zum Mond" spielt er den Weltraumpionier Neil Armstrong, der im Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat.

Auf der Erde landete Ryan Thomas Gosling am 12. November 1980 in London, im kanadischen Bundesstaat Ontario. Sein Vater, ein Vertreter, und seine Mutter, eine Sekretärin, trennten sich als er zwölf Jahre alt war. Mit seiner Schwester Mandi wuchs er bei seiner Mutter auf. Die Schulzeit beschreibt er als schwierig, er sei von seinen Mitschülern gemobbt und misshandelt worden.

Die einsamen Jahre endeten 1993: Gosling wurde Teil des "Mickey Mouse Club", zusammen mit anderen zukünftigen Berühmtheiten wie Britney Spears, Christina Aguilera und Justin Timberlake. Dafür zog er nach Florida und wohnte zeitweise mit seinem jungen Kollegen Timberlake zusammen. Noch heute fühle er sich mit dem "Cry Me A River"-Sänger verbunden, so Gosling.

1995 wurde die Show abgesetzt und der junge Ryan musste zurück nach Kanada. Schon da war ihm aber klar: Er will Schauspieler werden. Und so zog er mit 17 nach Los Angeles. Arbeit fand er schnell, unter anderem als "Teen Herkules" in der gleichnamigen Serie. Aufmerksam wurde man auf ihn 2001 in seiner Rolle des Danny Balint in dem packenden Drama "Inside a Skinhead". Für die Verkörperung eines neonazistischen Juden bekam er viel Kritikerlob.

Der Durchbruch beim Publikum kam ein paar Jahre später in dem Herzschmerzdrama "Wie ein einziger Tag", einer Romanverfilmung des Erfolgsautors Nicholas Sparks. Jungdarsteller Gosling avancierte damit zum Sexsymbol. Es folgten Filme wie das Noir-Drama "Blue Valentine", die leichte Liebeskomödie "Crazy Stupid Love" und das Musical "La La Land". Für seine Darstellung des Pianisten Sebastian bekam er einen Golden Globe und eine Oscarnominierung.

Auch in Sachen Liebe bewies der smarte Kanadier ein gutes Händchen und musste nie weit schauen: Nach einer Beziehung mit Sandra Bullock, seinem Co-Star aus "Mord nach Plan", war er mit seiner kanadischen Kollegin Rachel McAdams zusammen. Bei ihnen hatte es während der Dreharbeiten zu "Wie ein einziger Tag" gefunkt. Sein familiäres Glück hat er indes mit der US-Schauspielerin Eva Mendes gefunden, die er 2011 während der Dreharbeiten zu "Beyond the Pines" kennenlernte. Mit ihr hat er zwei Töchter, seit 2016 sind sie verheiratet.