Berlin (dpa) - Der Rapper Jay-Z hat bereits die Milliarden-Marke geknackt, aber Sean Combs, der als Puff Daddy bekannt wurde, ist ihm dicht auf den Fersen.

Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" hat das Vermögen des Rappers zuletzt auf 740 Millionen Dollar geschätzt. Sean Combs - wahlweise auch P. Diddy oder nur Diddy - ist ein umtriebiger Entertainer und Geschäftsmann geworden, der seine Rap-Erfolge als Sprungbrett für seine zahlreichen Unternehmungen genutzt hat. Heute feiert er seinen 50. Geburtstag.

Er kreiert Mode, verkauft Parfüm, vertickte Deluxe-Autofelgen und verdient mit seinem Cîroc-Wodka ein Vermögen. Hip-Hop ist da inzwischen eher zu einer Randbeschäftigung geworden. Seine letzte Veröffentlichung liegt nun schon beinahe eine Dekade zurück.

Geboren 1969 in New York und vaterlos aufgewachsen, hat Combs mit einem unbändigen Willen zum Erfolg Ruhm und Vermögen angehäuft. Zielstrebig arbeitete er sich nach oben - von Anfang an. "Ich begann meine berufliche Laufbahn mit 12 Jahren als Zeitungsjunge", sagte er "Forbes".

Für eine kurze Zeit studierte er auch Betriebswirtschaftslehre an der Howard University, die er allerdings ohne Abschluss verließ, "weil ich mich entschieden habe, meine Karriere in der Musikindustrie fortzusetzen", sagte er der "Washington Post".

Sean Combs wurde zunächst Produktionsassistent bei Uptown Records, bevor er 1993 das einflussreiche Label Bad Boy Entertainment gründete, dessen Backkatalog weiterhin sein Vermögen mehrt.

Combs produzierte namhafte Musiker wie seinen später ermordeten Freund und Partner Notorious B.I.G, Mary J. Blige oder Faith Evans. Nachhaltig prägte der Entertainer die Musikbranche und vor allem den Hip-Hop als massenkompatibles Genre.

Während er Ende der 1990er Jahre wiederholt in Schießereien und Schlagzeilen geraten war, hat er inzwischen sein Bad-Boy-Image samt Goldkettchen abgelegt. Inzwischen tritt er lieber als seriöser Geschäftsmann auf. Davon zeugen auch die eleganten Anzüge in dezenten Tönen, die er trägt.