Berlin (dpa) - Emilia Schüle ist vor kurzem vom "Verstehen Sie Spaß?"-Moderator Guido Cantz reingelegt worden, was man getrost als Gradmesser ihrer Prominenz werten darf. Lockvogel war eine Kollegin der Schauspielerin, Sonja Gerhardt. Beide teilen sich im Mehrteiler "Ku'damm 63" erneut die Kamera.

Auch zum Deutschen Filmball in München war Emilia Schüle im Januar eingeladen. Wieder ein Indiz, dass sie es geschafft hat, sich als feste Größe in der Fernseh- und Kinobranche zu etablieren. Dabei wird sie heute gerade einmal 28 Jahre alt.

Teenie-Komödien standen am Anfang ihrer Laufbahn, eine Doppelfolge aus der "Tatort"-Reihe ("Wegwerfmädchen"/"Das goldene Band", 2012) brachte ihr den Durchbruch. Sie spielt darin eine verschleppte Zwangsprostituierte, die nur knapp dem Tod entkommt. Seitdem hat sich die Berlinerin - dekoriert mit einer Goldenen Kamera, dem Deutschen Schauspielpreis und einer Goldenen Henne - zu einer der gefragtesten Darstellerinnen ihrer Generation entwickelt.

Geboren am 28. November 1992 in Russland, kam sie mit ihrer Familie im Kleinkindalter nach Deutschland. Sie debütierte 2008 im Jugendfilm "Freche Mädchen" als eine Schülerin, die sich in einen ihrer Lehrer verliebt. Neun Jahre später ist sie dann alt genug, um im historischen TV-Sechsteiler "Charité" (2017) die Gattin des Mediziners Robert Koch zu verkörpern.

Dieses Jahr war sie in der romantischen Komödie "Hello Again - Ein Tag für immer" (September) dabei sowie zuvor im Drama "Narziss und Goldmund", das kurz vor dem Shutdown anlief. Auch in Karoline Herfurths Episodenfilm zum Thema Selbstoptimierung und Schönheit ist Emilia Schüle mit von der Partie. Ob "Wunderschön" coronabedingt tatsächlich - wie von der Filmdatenbank Imdb.com angekündigt - Mitte Dezember in die Kinos kommt, bleibt abzuwarten.

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