New York (dpa) - Die frühere "First Lady" Michelle Obama hat in der ersten Folge ihres neuen Podcasts mit ihrem Ehemann, Ex-US-Präsident Barack Obama, über Solidarität und Gemeinnützigkeit geredet.

"Meine persönliche Verpflichtung als Michelle Obama ist, dass es nicht ausreicht, dass ich alleine Erfolg habe", sagte sie in der ersten Episode, die am Mittwoch beim Streaming-Anbieter Spotify erhältlich war.

Es sei ihr schon als Kind darum gegangen, andere zu unterstützen. "Wenn Du einen Vorteil hast, dann behalte ihn nicht für Dich, teil ihn, unterstütze andere, gib etwas zurück." Barack Obama stimmte seiner Frau zu: "Als ich zur Schule kam, stellte ich fest, dass ich, wenn ich nur meinem eigenen Erfolg nachjage, irgendwie alleine und unglücklich enden werde." Es gehe darum, als Gemeinschaft gegen den Eigensinn in der Gesellschaft zu stehen.

Die Obamas produzieren mit ihrer Firma "Higher Ground" seit 2018 Inhalte, die sie für wichtig halten. Die Kooperation mit Spotify gaben sie im vergangenen Sommer bekannt.

Das Vorgehen der Obamas wird von vielen Beobachtern als aktiver Gegenentwurf zum aktuell regierenden US-Präsidenten Donald Trump gesehen - diesem wird nachgesagt, wenig Sinn für Gemeinnütziges zu haben und zuallererst seinen eigenen Erfolg im Blick zu haben.

Im "Michelle Obama Podcast" führt die ehemalige "First Lady" lockere und persönliche Gespräche mit Angehörigen und Freunden. In den kommenden Episoden sind unter anderem auch ihr Bruder Craig Robinson, ihre Mutter Marian Robinson und der US-Komiker Conan O'Brien zu Gast. Dabei soll es unter anderem um die Beziehung zwischen Geschwistern, die Kindeserziehung und Gesundheitsfragen gehen.

Im Gespräch mit Barack Obama ging es dabei nicht nur um Soziales, sondern - wenn auch nur kurz - um die Anziehung zwischen den beiden. "Einer der Gründe, warum ich mich in Dich verliebt habe ...", setzte Michelle Obama an, doch ihr Mann unterbrach: "Es war mein gutes Aussehen." Michelle meinte offenkundig seinen Sinn für Solidarität - gab aber zu: "Du warst süß."

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