Osterburg l In diesem Jahr strich die Einheitsgemeinde den vom Stadtrat beschlossenen Ausbau des Parkplatzes an der Lindenstraße noch einmal von der Tagesordnung: 2021 aber will die Einheitsgemeinde die sprichwörtlichen Nägel mit Köpfen machen. Nach dem Stadt- und Spargelfest, das die Kommune vom 7. bis zum 9. Mai feiern möchte, sollen die Baumaschinen dann tatsächlich anrollen.

Bieterrennen zahlte sich aus

Aus diesem Grund ist die Vorbereitung des Bauvorhabens längst weit fortgeschritten. Zuletzt habe die Einheitsgemeinde auch schon die Ausschreibung der Investition abgeschlossen und den Auftrag an ein Schramper Unternehmen vergeben, teilte Bauamtsleiter Matthias Köberle auf Nachfrage mit. Nach seinen Angaben beteiligten sich mehrere Firmen an der Ausschreibung. Und das Bieterrennen verschiedener Unternehmen hat sich für die Einheitsgemeinde offenkundig ausgezahlt. So liegt der veranschlagte Preis für die Baukosten bei 860 000 Euro und damit deutlich unter der bisher einkalkulierten Ausgabe von 1,2 Millionen Euro, die der Stadtrat im April bei seinem Beschluss noch auf dem Zettel hatte. Dabei sei zwar zu berücksichtigen, „dass es sich bei den geschätzten 1,2 Millionen Euro nicht nur um die Bau-, sondern auch um die Planungskosten handelte. Mit dem Ausschreibungsergebnis liegen wir aber schon deutlich unter unserer Kostenschätzung“, bestätigte Köberle.

Abschluss Ende 2021

Laut dem Bauamtsleiter ist als Bestandteil der Ausschreibung ebenfalls festgezurrt, dass die Bauarbeiten auf dem Parkplatz bis zum Jahresende 2021 zum Abschluss gebracht werden. „Wir hoffen aber auf ein noch früheres Ende“, fügte er hinzu. Matthias Köberle stellte zudem klar, dass die Kommune am Inhalt der anvisierten Arbeiten keine Abstriche gemacht hat. Nach den Planungen soll der bislang noch unbefestigte Parkplatz eine Oberfläche aus Asphalt erhalten, die Einfahrt auf die Fläche wird ein Stück weit hinunter in Richtung Lindensporthalle versetzt. Am westlichen Rand des Parkplatzes soll ein Teil der Infrastruktur geschaffen werden, um dort später Ladestationen für Elektroautos aufbauen zu können.

Inklusive Zisterne von 200 Kubik

Zu den wesentlichen Elementen der Großinvestition zählt schließlich auch eine Zisterne, die unter der Oberfläche der Stellflächen ihren Platz finden soll. Mit ihr verbindet die Kommune die Erwartung, bestehende Löschwasser-Defizite in dem Innenstadt-Quartier zu beseitigen. Die für den Parkplatz an der Lindenstraße vorgesehene Zisterne soll nach Angaben des Osterburger Stadtwehrleiters Sven Engel mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 200 Kubikmetern im Ernstfall über den Zeitraum von zwei Stunden Brandbekämpfung mit 1600 Litern Löschwasser pro Minute möglich machen.