Schliecksdorf/Rossau l Früh am Morgen wurden die Feuerwehren Rossau, Osterburg und Flessau 5.25 Uhr zu einem Garagenbrand in Schliecksdorf alarmiert. Lange suchen mussten sie nicht, die steil aufragende, dunkle Rauchsäule war viele Kilometer weit zu sehen.

Bei der Ankunft stellt sich heraus, dass es sich um eine ehemalige Scheune handelt, die komplett als Werkstatt genutzt wurde, erklärt Stadtwehrleiter Sven Engel. Was die Gasflaschen erklärt, die kurze Zeit später detonierten. Die Explosion war nicht nur weit zu hören, sondern durch die Druckwelle auch zu spüren.

Bevor sich die Einsatzkräfte der brennenden Halle widmeten, löschten sie die Grasfläche im Umfeld, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte. Die Rossauer Kameraden stellten dabei die stabile Löschwasserversorgung von der nahegelegenen Biese sicher. Zeitweise waren immerhin sechs Strahlrohre zu bedienen. Zum Schluss folgte eine Schicht Schaum, um sicher zu gehen, dass das Löschwasser alle Brandherde erfasst.

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Durch den schnellen Einsatz konnte die Entwicklung des Rauches reduziert werden, der zügig in höhere Luftschichten aufstieg, und sich entsprechend verdünnte.

Trotzdem zog sich die Brandbekämpfung mit 42 Feuerwehrleuten und sieben Einsatzfahrzeugen laut Protokoll über mehrere Stunden bis gegen 9.30 Uhr hin, bevor die Einsatzstelle der Polizei für deren Ermittlungen überlassen wurde. Weshalb auch der Gerätewagen Logistik zur Versorgung der Einsatzkräfte durch den Förderverein der Osterburger Wehr mit Getränken und Essen anrücken musste. Durch die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Stendal erfolgte vor Ort der Tausch von Schläuchen und Atemschutzausrüstungen.

Stunden später ertönten die Sirenen in Osterburg, Rossau und Flessau 17.21 Uhr erneut. Bei Erntearbeiten in der Nähe von Klein Rossau, hatte sich ein Getreidefeld entzündet.

Weil der aufkommende Wind den Ort zu erfassen drohte, erfolgte umgehend die Nachalarmierung von weiteren Kräften der Einheitsgemeinde aus Gladigau, Schmersau, Krevese sowie Meseberg. Dazu wurden zusätzlich die Wehren aus Seehausen und Bretsch zur Unterstützung gerufen.

Mit Hilfe der Landwirte und dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit und zwischen den Blauröcken konnte die Feuerwand zum Stehen gebracht und der Brand gelöscht werden, so dass der Einsatz gegen 19 Uhr beendet war. In der Auswertung betonte Sven Engel einmal mehr, wie wichtig Löschfahrzeuge mit großem Wassertank sind.

Dass die Osterburger und Walslebener Kameradinnen und Kameraden zwischendurch gegen 14 Uhr zu einem abgebrochenen Ast nach Uchtenhagen gerufen wurden, war an dem aufregenden Tag wohl eher eine Randnotiz.