Burg l Die Sanierung des Busbahnhofes ist im Burger Stadtrat umstritten. Zumindest nach der ursprünglichen Zwei-Millionen-Euro-Variante gab es heftige Diskussionen (Volksstimme berichtete). Der Tenor: Auch wenn die Nahverkehrs-Service GmbH Sachsen-Anhalts (Nasa) das Vorhaben mit 80 Prozent fördert, sei der städtische Eigenanteil immer noch groß genug, um damit andere Projekte zu finanzieren. Die Stadt indessen sieht und sah mit dem ohnehin vorgesehenen Umbau des Bahnhofsvorplatzes im Zuge der Landesgartenschau eine Chance, das gesamte Ensemble zu erneuern. Solch eine finanzielle Förderung werde es in naher Zukunft nicht mehr geben, heißt es. Die Stadträte forderten allerdings ein kostensparendes Projekt.

Das liegt nun auf dem Tisch. Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) ist froh, dass es gelungen ist, die Vorgaben des Stadtrates nach Minimierung der Kosten umzusetzen, nachdem intensive Gespräche dazu geführt wurden. „Wir haben jetzt eine Variante, die den gesamten Bereich als Ganzes aufwertet. Das sollten wir nutzen“, sagte er.

Ob dieses Modell nun den Stadtrat passieren wird, ist noch offen. Während der Laga-Ausschuss seine Zustimmung gab, lehnte der Bau- und Umweltausschuss wiederum ab. Bedenken gibt es quer durch alle Fraktionen. Derzeit wird darüber beraten.

Als nächstes folgt der Hauptausschuss Anfang November.

Weniger Tiefbau

Insgesamt gesehen sind mit der preiswerteren Variante weniger Umgestaltungsarbeiten verbunden. So ist beispielsweise keine großflächige Insel im Bushaltebereich mehr geplant. Auch eine neue Toilettenanlage ist nicht mehr vorgesehen, stattdessen eine Modernisierung der bestehenden. Zudem sind im Bereich der Hauptzufahrt, des Gehweges und bestehenden Parkplatzes weder Änderungen noch Erdarbeiten notwendig, sagte Fachbereichsleiterin Sonnhild Noack.

Wie bei der ersten Vorlage soll es mit der überarbeiteten wesentlich mehr Parkplätze geben als bisher – und zwar insgesamt 62 (jetzt 30). Dazu ist vorgesehen, eine angrenzende westliche Fläche an der Bahnanlage auszubauen. An der Hauptzufahrt an der östlichen Seite zum Goethepark sollen noch einmal sechs Kurzzeitpark- und sechs Taxistellplätze ermöglicht werden. Zudem sind 128 Fahrradstellplätze fixiert. Direkt vor dem Bahnhofsgebäude soll jedoch ein Parken oder Wenden ausgeschlossen sein. Dieses Areal wird neu gestaltet. Weil wie bisher keine sechs, sondern drei Wartestellflächen für die Busse bereitstehen, erwägt die Stadt, drei solcher Plätze direkt an der Bahnhofstraße auszuweisen. Bestandteil der Konzeption ist darüber hinaus eine Fahrgastinformation mir digitaler Anzeige der Abfahrtszeiten für Bus und Bahn.