Friedensau/Möckern l Ob „OlaF“, „HiLa“ oder „PfiLa“ – die Besucher der Oster-, Himmelfahrts- oder Pfingstlager feiern in dem Mega-Zelt Andachten, besuchen dort Konzerte oder andere Veranstaltungen. Pfadfinder aus ganz Deutschland haben schon bei den Großveranstaltungen in den Frühjahr- und und Sommermonaten gefeiert, rund 1500 Leute passen gleichzeitig in den mächtigen Kuppelbau.

Doch laut Forderungen des Bauordnungsamtes des Landkreises Jerichower Land wird das Zelt wohl ab dem Jahr 2017 nicht mehr aufgebaut werden dürfen. Denn ein Zelt ist schließlich ein so genannter „fliegender Bau“. Nicht etwa, weil er wegfliegen kann – wie Stadtchef Frank von Holly scherzhaft erklärte –, sondern weil Zelte für gewöhnlich immer mal woanders aufgebaut werden.

Doch damit ist nun Schluss. Mit dem nun auf den Weg gebrachten Bebauungsplan (B-Plan) für diesen Teil von Friedensau sollen die rechtlichen Voraussetzungen für einen Nachfolgebau geschaffen werden. Die Rede ist von einem identischen Aufbau, jedoch als feststehende Variante für 365 Tage im Jahr. Der bisherige Zeltbau durfte nur sechs Monate stehen.

Mit dem neuen B-Plan kommen dann auch die Blockhütten auf dem Zeltplatz in den Genuss einer Baugenehmigung. Seit Jahren schon dienen die in diversen historischen Baustilen gehaltenen Hütten Zeltplatzgästen als urige Unterkunft.

Wenngleich ein Votum aus dem Friedensauer Ortschaftsrat noch nicht erfolgen konnte, wird der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan schon in der Stadtratssitzung am 10. Dezember behandelt, um Zeit zu sparen. Die Zustimmung unter den Friedensauer Ratsleuten darf als sicher gelten. Die Ortschaftsratssitzung findet am 8. Dezember um 18.30 Uhr im Gerätehaus statt.