Loburg l Waren zur offiziellen Eröffnung um 14.30 Uhr durch Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann, seinem Stellvertreter Helko Weißmüller und dem Weihnachtsmann nur wenige Besucher auf dem Markt, so füllte sich der Platz mit einbrechender Dunkelheit immer mehr.

Wegen erst kurzfristig übermittelter Absagen von Ausstellern und Schaustellern blieb etwa der Platz direkt neben dem Weihnachtsbaum leer. „Das Karussell für die Kinder und der Süßigkeitenstand haben ganz kurzfristig abgesagt, wegen eines zweifachen Plattens“, ärgerte sich Ortschef Bernd Wünschmann. Ähnliche Probleme hatten bereits am Freitag die Organisatoren des Weihnachtsmarktes in Möckern-Lühe gehabt: Gleich drei Standbetreiber sagten kurzfristig ab, weswegen es beim verbliebenen Grillbetreiber zu langen Wartezeiten kam.

Auch die Tatsache, dass es am Freitag bereits eine vorweihnachtliche Veranstaltung der Grundschule Loburg gegeben hatte, spiegelte sich darin wider, dass ein Stand der Grundschule diesmal beim Loburger Weihnachtsmarkt fehlte. Dafür präsentierten sich andere Firmen, Vereine und Institutionen der 1050 Jahre alten Stadt. So der Feuerwehrförderverein, der „Loburger Weg“, der Loburger Karnevalsklub LoCC, die Angler sowie Berufsschüler und das Francisceum Zerbst. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Loburger Gesangsverein „Concordia“.

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Ein Marktplatz, zwei Weihnachtsmänner?

Einen kurzen Moment dürften am Sonnabend einige Kinder ins Grübeln gekommen sein. Standen da doch auf einmal gleich zwei Weihnachtsmänner (oder waren es Nikoläuse) auf dem Platz. Die Frage, wer nun der Echte sei, wurde nicht abschließend beantwortet.

Wohl aber war sich der Loburger Gärtner Ulf Drzymala sicher, dass die beiden Herren vernünftiges Arbeitswerkzeug verdient haben und versorgte die Rotbewamsten mit entsprechender Dekoration seines Standangebotes: ein Bund aus goldenen Zweigen. Ein kleines Mädchen, das den Tausch beobachtete, wusste jedoch den wahren Wert der ursprünglichen Rute aus Douglasienzweigen zu würdigen, fragte artig nach und zog mit der Originalrute des Weihnachtsmannes (oder Nikolaus) von dannen.