Hohenziatz l Seit einigen Jahren schon haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hohenziatz von einem neuen MTW geträumt. Um den Traum schneller Wirklichkeit werden zu lassen, wurde gespart und Spenden beiseite gelegt. Denn man wusste: Wenn ein ausreichender Eigenanteil gestellt wird, übernimmt die Stadt Möckern die Hälfte der Gesamtkosten.

„Als Obergrenze hatte man sich einen Fahrzeugpreis von 10 000 Euro gesetzt“, erklärt der Hohenziatzer Ortsbürgermeister Holger Blumhagel. 5500 Euro hatte die Feuerwehr inzwischen zusammenbekommen, unter anderem durch Spenden der Landeigentümer, die in der Jagdgenossenschaft Hohenziatz organisiert sind. „Diese hatten auf ihre Pachteinnahmen verzichtet“, freut sich Holger Blumhagel. Die Stadt Möckern hatte die zugesicherten 5000 Euro ebenfalls im Haushalt eingestellt.

Aber für den Preis von 10 000 Euro gab es nicht das, was den Kameraden eigentlich vorschwebte. Verlockend klang dagegen das Angebot eines drei Jahre alten Renault Traffic mit neun Sitzen und 63 000 gelaufenen Kilometern. Kostenpunkt: 13 500 Euro.

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Und so wurde nachgelegt. Es fanden sich drei Großspender, die die fehlenden 3000 Euro aufbrachten: 2200 Euro steuerten Hinrich Löwe für das Gut Hohenziatz, Dirk-Jan van den Tillaart von der Lübars Agrar GmbH und das Autohaus Holger Blumhagel bei. Weitere 800 Euro konnte Stadtchef Frank von Holly aus seinem Verfüngungsbudget dazugeben.

Das Fahrzeug ersetzt einen alten VW Transporter T4, der möglicherweise noch in einer anderen Wehr eingesetzt werden kann. Der neue MTW gesellt sich zum Hohenziatzer Löschfahrzeug LF 8/6. Genutzt wird der Neuzugang auch für die gut besetzte Jugendwehr, erklärt der Hohenziatzer Wehrleiter Maik Schulz. Derzeit besteht der Nachwuchs aus 18 Kameraden.

Ortschef Blumhagel hatte den Weihnachtsmarkt nicht zufällig als Zeitpunkt der Fahrzeugübergabe gewählt: „Der 5. Dezember ist auch der ‚Tag des Ehrenamtes‘. Ich danke allen Ehrenamtlichen, egal ob bei der Feuerwehr, im Heimatverein oder sonstwo. Dieses Ehrenamt sollte von allen gewürdigt werden. Das geht auch, indem man die Veranstaltungen besucht, die die Ehrenamtlichen auf die Beine stellen.“

Der Weihnachtsmarkt Hohenziatz war es allemal wert, besucht zu werden. Erneut war der Schafstall neben dem Gemeindezentrum freigeräumt und mit Buden hergerichtet worden. In heimeliger Atmosphäre und geschützt vor Wind und Wetter konnten die Besucher klönen und das Angebot an Kunsthandwerk begutachten.

Für jüngere Kinder gab es ein Mal- und Bastelangebot, die älteren Kinder konnten sich ihr eigenes Insektenhotel zusammenbauen.