Gommern l Für die Nedlitzer geht ein großes Jahr zu Ende. Im Sommer gewannen sie eine Goldmedaille beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. An das gemeinsame Engagement, das dem Erfolg zugrunde lag, erinnerte Ortsbürgermeisterin Christine Becker gerne, als sie die Seniorenweihnachtsfeier eröffnete.

Fast 60 Frauen und Männer waren der Einladung in den Veranstaltungsraum des Gerätehauses gefolgt. „Das ist das schönste Geschenk für uns, wenn die Leute zu unseren Veranstaltungen kommen“, erklärte die Ortschefin. Und beinahe wären es noch mehr Gäste geworden. Der eine oder andere hatte jedoch aus Krankheitsgründen absagen müssen.

Im nächsten Jahr - und vermutlich nicht erst zur Seniorenweihnachtsfeier - können Besucher, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, bequemer in den Veranstaltungsraum in der ersten Etage gelangen. Ein Treppenlift soll installiert werden. Eigentlich war dessen Einbau schon für dieses Jahr vorgesehen, aber mit dem Treppenlift alleine ist es nicht getan. Christine Becker sprach die „großen Auflagen“ an, die zu erfüllen sind. So wird beispielsweise ein zweiter Fluchtweg benötigt. „Anfang 2016 können wir den Treppenlift hoffentlich realisieren.“

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Sie bedauerte, dass trotz aller Bemühungen in der Schul-, Teich- und Bahnhofstraße nur die Stromkabel in die Erde verlegt worden sind und nicht gleichzeitig auch die Telefonkabel, so dass die Straßenoberfläche irgendwann wieder aufgerissen werde.

Im nächsten Jahr hofft die Ortschaft Nedlitz, dass das Dach der Kita gedämmt und Spielgeräte erneuert werden. Für die Chronisten wird ebenso ein Zuschuss zur Verfügung gestellt wie für das Dorffest, die Verbände und Vereine, zählte Christine Becker einige geplante Ausgaben auf.

„Zusammenhalt ist wichtiger als ein dickes Banguthaben“, setzte sie hinzu. Auch wenn zweifellos Geld für eine Gemeinde wichtig sei. Sie bedankte sich im Namen des Ortschaftsrates bei den vielen Aktiven, die immer zur Stelle seien, wenn man Hilfe brauche.

Gemeinsam mit Ortschaftsrätin Gabriele Stottmeister verschenkte sie kleine Aufmerksamkeiten an die Näh- und Bastelstube, die Heimatstube, die Bibliothek, den fleißigen Frauen, die die Tische eindecken und einkaufen und den Sportverein. So können beispielsweise die Frauen, die bei Veranstaltungen immer für genügend Kaffeenachschub sorgen, selbst einmal gemütlich bei einer Tasse Kaffee zusammensitzen.

Zur Finanzsituation der Stadt sagte die Ortsbürgermeisterin nichts, weil Gommerns Stadtchef Jens Hünerbein später vorbeischauen und dazu selbst informieren wollte. Christine Becker erinnerte die Senioren daran, dass sowohl sie als auch alle Mitglieder des Ortschaftrates stets bereit ständen, sollte es Fragen geben.

Aus einer reichen Auswahl von acht Blechkuchen und mehr konnten die Besucher der Seniorenweihnachtsfeier an den hübsch dekorierten Tischen wählen. Die Näh- und Bastelstube hatte mit viel Liebe zum Detail wieder eine kleine Überraschung für jeden gebasteltet. Außerdem leuchtete der Weihnachtsbaum.

Neben den Kita-Kindern, die mit ihren Liedern auf die Weihnachtszeit einstimmten, konnten sich die Senioren und Vorruheständler auf einen Überraschungsgast freuen.