Gommern l Svea lief eine Extra-Runde. Bevor der Startschuss für die 10. Auflage des MALIG (Mein Alter lauf ich gern) fiel, zeigte sie den Kindern und Jugendlichen den Kurs, den ihre Mutter Sandra Zeibig als Chefplanerin in die Halle gebaut hatte. Bei 205 Startern können nicht alle die Außenbahn nutzen, auch wenn nie alle Teilnehmer zugleich auf dem Parkett sind. Vor allem für die Kleinen waren der Schlangen- oder Schneckenparcours gedacht, weil zwischen den Hütchen den Kindern die Runden viel abwechslungsreicher erscheinen als die langen Geraden der Zweifelderhalle.

Gemeinsam zählten alle Starter die letzten zehn Sekunden herunter, bis mit den 45-Minuten-Läufern die ersten Starter ins Rennen geschickt wurden. Die Jungen und Mädchen sind den gesamten Wettkampf über auf der Strecke gewesen.

Nach und nach gingen die nächsten Gruppen an den Start. Das funktionierte reibungslos, und auch noch die letzte Gruppe wurde mit einem enthusiastischen Countdown über die Startlinie geschickt. Die Kleinen, die ihre Zeit absolviert hatten, wurden von den Betreuern seitlich aus der Halle geleitet und dort von ihren stolzen Eltern, Großeltern oder Übungsleitern in Empfang genommen.

Bilder

Während die Läufer, motiviert durch Organisator Steffen Hartwig und seinem Team des SV Eintracht Gommern und den Beifall des Publikums, ihre Runden drehten, konnten die Zuschauer Essen und Trinken. Die Angebote waren kostenlos. Mit einer kleinen Spende konnte die 11. Auflage im Frühjahr 2016 unterstützt werden. Immerhin etwa 400 Zuschauer bescherten dem 10. MALIG auch eine Rekordkulisse neben der Rekordteilnehmerzahl. Insgesamt 205 Läufer absolvierten den Lauf. Dabei kommt es nicht aufs Tempo an, sondern dass die Kinder ihre selbst gestellte Zeit durchhalten.

„Der Trend geht zum MALIG 3, also die dreifache Zeit seines Alters zu laufen“, sagte Steffen Hartwig. „105 Teilnehmer entschieden sich - manche noch bei der Anmeldung - für die große Herausforderung.“ 63 Jungen und Mädchen liefen ihr doppeltes Alter und 37 Kinder liefen ihr Alter in Minuten.

Mit Olaf Stoltz aus Burg nahm der erste Erwachsene am MALIG teil. Er startete bei den 45-Minutenläufern, wäre gerne noch länger gelaufen. „Wir haben maximal 45 Minuten Zeit gehabt, weil nach uns der Trainingsbetrieb weiterging“, erklärte Steffen Hartwig.

Im Frühjahr, wenn der MALIG wieder ein Freiluftwettkampf ist, ist „nach oben noch Luft“. Dann können auch Erwachsene an den Start gehen und beispielsweise ihre Norm für das Sportabzeichen schaffen.

Zu den Höhepunkten des Jubiläumslaufs gehörte die Siegerehrung, als die 205 Jungen und Mädchen (und der Erwachsene) ihre Medaillen und Läuferdiplome entgegennehmen durften. Die Medaillen sind einmalig. Zusätzlich erhielten die Starter ein MALIG-Laufshirt, das die Sparkasse Jerichower Land und die Schlossapotheke Frank Zacharias als Sponsoren ermöglicht hatten. Ein besonderes Dankeschön ging an Familie Finzelberg und die vielen stillen Unterstützer des MALIG.

Steffen Hartwig freute sich, dass zusätzlich zu den vielen Zuschauern auch Bürgermeister Jens Hünerbein und Eintracht-Geschäftsführer Gerald Wildner mit den Kindern und Jugendlichen mitfieberten. Eher zurückhaltend reagierte der MALIG-Organisator auf seine Auszeichnung mit der Ehrennadel des SV Eintracht Gommern. Ohne die Kinder, die Eltern, die vielen Helfer sei der MALIG gar nicht möglich, merkte er bescheiden an und legte fest: „Jetzt machen wir einfach weiter.