Gommern l Inzwischen das 10. Hoffest wird der Heimatverein Gommern in diesem Jahr organisieren. Das Fest gibt allen Vereinen der Einheitsgemeinde die Möglichkeit, sich vorzustellen und um neue Mitglieder zu werben. Es ist Jahr für Jahr ein Besuchermagnet. Wegen der frühen Herbstferien weicht der Heimatverein auf den 25. September aus. Eigentlich wird das Hoffest immer Anfang Oktober gefeiert.

Auf diesen Ablauf verständigten sich am Donnerstagabend die Mitglieder des Heimatvereins Gommern. Auf ihrer Mitgliederversammlung im Volkshaus hörten sie den Rechenschaftsbericht des Vorjahres, den die stellvertretende Vereinsvorsitzende Silke Fuchs hielt. Sie konnte ein positives Fazit ziehen: Der Heimatverein zählte bei seinen Veranstaltungen von den Ausstellungen über die Themennachmittage bis zum Hoffest viele Besucher und die Mitgliederzahl ist stabil.

Für die „umfangreiche Kassenführung“ erhielt Kassenwartin Birgit Reppin ein besonderes Dankeschön. Die Revisionskommission hatte festgestellt, dass bei der Kassenführung „alles in Ordnung“ ist.

Neue Ausstellung

Bei der Neuwahl des Vorstandes waren alle Mitglieder einverstanden offen abzustimmen. Sie sprachen der Vereinsvorsitzenden Frauke Wambach erneut ihr Vertrauen aus. Aufgrund einer Erkrankung musste sie in Abwesenheit gewählt werden. Die Mitglieder schickten ihr Genesungswünsche. Silke Fuchs wurde ebenfalls einstimmig als stellvertretende Vorsitzende bestätigt. In den Vorstand wurden zudem Birgit Reppin (Kassenwartin), Ute Lüdicke (Schriftführerin) sowie Annegret Graßhoff, Werner Meyer und Karin Salwiczek als Beisitzer gewählt. Die letzteren beiden fehlten ebenfalls entschuldigt. Renate Arendt und Marlies Schwenk wurden für die Revisionskommission bestätigt.

Mit dem Klönsnack am ersten März-Wochenende steht die erste beliebte Veranstaltung des Heimatvereins schon vor der Tür. Zu dem Gesprächsnachmittag rund ums Tier sind einige Experten eingeladen. Bis in den Spätsommer wird es zur aktuellen Sonderausstellung „Rund ums Tier“ noch Themennachmittage geben, darunter interessante Vorfühungen mit Hunden. Mitte November eröffnet die neue Ausstellungsreihe „Rund um den Wald“, bei der es um Gommern und Umgebung, Wildtiere, Pilze etc. gehen soll. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen. Wer Ideen hat und sich einbringen möchte, ist herzlich willkommen. Silke Fuchs ist die Ansprechpartnerin.

Zum Schlauchbootrennen am Sonntag, 26. Juni, wünschte sich Bürgermeister Jens Hünerbein, dass die drei Abteilungen des Heimatvereins Gommern, Vehlitz und Nedlitz mit je einem Boot ins Rennen gehen. Der Stadtchef wechselte am Versammlungstisch zwischen seinen Rollen als Vereinsmitglied und Bürgermeister. So wurde sein Angebot, auch das 10. Hoffest zu moderieren, gleich mit Freude aufgenommen.

Als Bürgermeister versicherte er, dass die Stadt den Heimatverein so weit unterstützen wolle, wie das möglich sei. Er freute sich über das Engagement der Mitglieder im Integrationsnetzwerk, wo der Heimatverein gemeinsam mit dem Rumänienhilfeverein und dem Torstübchen in der Arbeitsgruppe Spenden mitarbeitet. Spenden werden, wenn benötigt, bedarfsgerecht eingeworben.

Allerdings richtete der Bürgermeister auch eine große Bitte an den Heimatverein: Gommern brauche dringend Leute, die an der Chronik arbeiten. „Uns geht unsere Heimatgeschichte verloren“, sagte Jens Hünerbein. Er sei sich bewusst, dass von Chronisten viel verlangt werde. Sie müssten mobil sein und in die Aufgabe viel Zeit investieren. Silke Fuchs versicherte, dass die Anregung im Heimatverein „auf offene Ohren treffe“.