Fakten rund um den Fläming

• Der Fläming entstand in der Eiszeit vor 130 000 bis 300 000 Jahren. In Kerngebieten des 30 bis 50 Kilometer breiten Höhenzuges, der sich östlich von Magdeburg bis zur Dahme über 100 Kilometer erstreckt, gibt es drei Naturparks: Hoher Fläming (Brandenburg/seit 1997), Nuthe-Nieplitz (Brandenburg/seit 1999) und Fläming (Sachsen-Anhalt/seit 2005).

• Ihren Namen hat die Region nach den Flamen (Flemingen), die nach der Gründung der Mark Brandenburg 1157 in hoher Zahl den Höhenzug besiedelten.

• Die Gebrüder Grimm gaben ihrem „Rotkäppchen“ die typische Frauentracht des Flämings. Im Fläming bei Altengrabow und Coswig haben sich wieder Wölfe angesiedelt.

• Die Kreise Anhalt-Bitterfeld, Jerichower Land, Wittenberg, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming sowie die Stadt Dessau-Roßlau vermarkten den Fläming als Reiseregion. Im Juni 2012 fand hier der der 112. Deutsche Wandertag statt. Es kamen 50000 Besucher. Seit 1997 feiert die Region regelmäßig gemeinsame Frühlingsfeste. Leitzkau, Gommern, Zerbst, Loburg, Möckern und Magdeburforth waren bisher Gastgeber.

• Die Magdeburger und Brandenburger haben schon vor über 120 Jahren den Fläming für sich als naturnahes Erholungsgebiet entdeckt. Die Gegend um Magdeburgerforth tauften sie auf den schönen Namen „Jerichower Schweiz“ gegeben.

• Die höchste Erhebung ist nach neuesten Messungen mit 200 Metern der Hagelberg (Brandenburg). In Sachsen-Anhalt ragt der Michelsberg bei Grabo, zirka zehn Kilometer nördlich von Wittenberg, mit 185 Metern am höchsten empor. Mit 127 Metern ist der Jerusalemberg die höchste Erhebung im Flämingteil des Jerichower Landes. (am)

Luckenwalde/Möckern l Mal Sonne, Mal Wind, Regen oder Graupel waren am Sonntag keine Seltenheit, zum Frühlingsfest in Luckenwalde. Doch zur Krönung der 15. Flämingkönigin schien die Sonne auf dem Markt. Dort konnte man Spezialitäten aus dem Umland genießen oder Handwerkskunst aus Filz oder Ton bestaunen. Dazu spielte das Blasorchester aus Marzahna.

Kurz nach 14 Uhr war es so weit. Die gewählte Flämingkönigin Carolin Gedlich befand sich noch im Publikum. Frühere Flämingköniginnen und die Trachtengruppe stimmten mit zwei Liedern und einem Gedicht auf die Krönungszeremonie ein.

Potsdam-Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig, der auch Vorsitzender des Tourismusverband Fläming e.V. ist, bedankte sich bei der 14. Flämingkönigin, Eva von Holly aus Möckern, für die zahlreiche Auftritte als Repräsentantin des Flämings. Zwei Jahre hatte sie mit viel Hingabe das Ehrenamt ausgefüllt. Sie wünschte der neuen Flämingkönigin viel Spaß und Glück bei ihrer neuen Arbeit, die Reiseregion zu präsentieren.

Bilder

Schärpe, Krone, Zepter

Dann wurde Carolin Gedlich auf die Bühne gebeten. Die Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming, Kornelia Wehlan, legte die Schärpe an. Landrat Wolfgang Blasig setzte der neuen Königin die Krone auf, Landrat Steffen Burchhardt, Landkreis Jerichower Land, überreichte das Gläserne Zepter in Form einer Sonnenblume. Das Zepter wurde im Jahr 2014 beim Fläming Frühlingsfest in Glashütte erstmals übergeben.

Eine Vertreterin der Gastgeberstadt überreichte Carolin Gedlich das Logo in Form eines Kleiderhakens. Luckenwalde feiert 2016 seinen 800 Geburtstag.

„Überglücklich“, war die neue Königin. „aber momentan noch nicht so richtig bewusst, was auf mich mit dem Amt zukommt“, meinte die 21-jährige Studentin aus Luckenwalde. Es werde ihr Leben sicherlich positiv beeinflussen. Sie freue sich darauf, für sie noch unentdeckte Ecken des Flämings kennenzulernen. Nach den Fototerminen mit Presse und Familie, stieß man mit einem Glas Sekt auf ein schönes Jahr mit der neuen Flämingkönigin an.

Werbetrommel für Reiseregion

Seit dem Jahr 2000 wird als wichtiges Marketingsymbol für die Reiseregion die Flämingkönigin gekürt. Erste Majestät wurde die Zerbsterin Jeanette Bergholz. Mit Silvia Nöbel (Leitzkau), Jeanette Timme (Möckern), Elisabeth Stöhr (Loburg), Simone Ebeling (Magdeburgerforth) und Eva von Holly (Möckern) gab es bisher fünf Flämingköniginnen, die aus dem Jerichower Land kommen.

Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Daniel Sebastian Menzel, nutzte den Krönungstermin, um das neue Konzept zur Fortsetzung der Tradition vorzustellen. Orte im Fläming können sich künftig als Fläming-Hauptstadt bewerben.

Für ein Jahr ist dieser Ort dann das Aushängeschild für die Reiseregion Fläming und wird besonders in das Marketing des Verbandes einbezogen. Die Krönung der Fläming-Königin wird in ein örtliches Fest in dieser „Hauptstadt des Flämings“ integriert.