Burg l Förster und Jäger Norbert Möws ist sauer. „Die Leute werfen ihren Sperrmüll und ihre Malerreste an die Wegränder“, so der Burger. „Und am Sonntag, beim Spaziergang, gehen sie dann dort vorbei.“ Er mache sich Sorgen um Umwelt und Natur - nicht nur wegen der Dürre im Sommer, der ausgetrockneten Böden und der damit verbundenen Probleme in der Tier- und Pflanzenwelt. Nein, auch wegen illegaler Müllablagerungen.

Gerade entlang des „Alten Deichwalls“ und an umliegenden Feldwegen finde man „regelrechte Müllnester“. Möws sammelt die blauen Säcke, Farbtöpfe oder Auslegware oft selbst zusammen und entsorgt sie auf der städtischen Annahmestelle am Burger Ostfriedhof. „Warum können das die Leute nicht selbst machen? Stattdessen verschandeln sie die Umgebung“, so Möws.

Auch wer derzeit die Rad- und Wanderwege rund ums Bürgerholz nutzt, kann sich über die „Farbenvielfalt“ an den Waldrändern freuen: Gebrauchte Windeln, durchmischt mit Autoschrott, gelbe Wellplaste und Styroporplatten säumen die Wege.

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Anonymes Transparent

Diesen Zustand wollen Bürger offenbar nicht mehr hinnehmen. An der Stichstraße zum Brehm brachten sie ein Transparent mit der Botschaft „Unser Wald ist keine Müllhalde“ an. Inzwischen ist der Rand des dort fließenden Saugrabens zu einer kleinen Müllhalde verkommen, was auch an dem Parkplatz und der Nähe zu Bundesstraße 1 liegen könnte. Mit dem Spruchband wollen die unbekannten Aktivisten auf die Müllsituation aufmerksam machen und uneinsichtige Bürger dazu bewegen, ihren Abfall nicht in der Natur zu entsorgen.

Auch die Stadtverwaltung und der Landkreis sollten sich des Problems der illegalen Müllentsorgung entschiedener annehmen, findet nicht nur Norbert Möws – sei es durch vermehrte Kontrollen oder durch vermehrte Öffentlichkeitsarbeit. Fakt ist: Wer bei der illegalen Müllablagerung erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.