Burg l Nicht weit von ihren Haustüren wird derzeit der Flickschupark für die Laga 2018 hübsch gemacht, doch die Anwohner der Burger Deichstraße können sich darüber nur bedingt freuen. Durch Transportarbeiten für die Gartenschau seien ihre Straße und ihre Häuser beschädigt worden. Klaus Schüssler wohnt seit fast 50 Jahren in der Deichstraße und ist dort so etwas wie der „Bürgermeister“. Er hat die Volksstimme vom 10. Januar unterm Arm. Damals gingen die Deichstaßen-Anwohner erstmals mit ihrem Problem an die Öffentlichkeit: Spurrinnen in der Straße und klappernde Gullideckel. „Und auch die Häuser haben durch die Transportarbeiten für die Laga erheblich gelitten. Tausende Kubikmeter Material wurden durch unsere Straße gefahren.“

Haus über 250 Jahre alt

An fast allen Häusern der Straße zeigt Schüssler beim Ortstermin mehr oder weniger große Risse im Putz. Besonders ist das etwa 250 Jahre alte Fachwerkhaus von Sven Blankenburg betroffen. Dort gibt es nicht nur Risse im Putz, die immer größer werden, auch das Dach des denkmalgeschützten Gebäudes sei durch die Erschütterungen der unzähligen Transportfahrzeuge, die 40 Tonnen geladen hatten, in Mitleidenschaft gezogen worden, so Blankenburg. Im Januar hatte bereits Martin Tränkler gegenüber der Volksstimme von den Rissen an seinem Haus berichtet – und dass er schon im Sommer 2016 die Stadt darüber informiert habe.

Zahlt Versicherung?

Im Mai sei nun ein Sachverständiger in der Deichstraße unterwegs gewesen, vermutlich um die Schäden aufzunehmen, sagt Klaus Schüssler und fragt: Wie geht es nun weiter? Er und seine Nachbarn hätten bereits nach dem Volksstimme-Bericht vom Januar erwartet, dass man seitens der Stadtverwaltung auf sie zukommt. „Gemeinsam kann man bestimmt eine Lösung finden, und das muss vor dem Winter sein“, ist Schüssler überzeugt.

Jens Vogler von der Stadtverwaltung verweist auf die Rechtslage, die es der Stadt nicht erlaube, hier von sich aus tätig zu werden. „Alle angezeigten Versicherungsfälle werden von der Haftpflichtversicherung der Stadt geprüft. Wenn ein Verschulden der Stadt vorliegen würde, dann wäre eine Regulierungspflicht gegeben.“