Burg l Einen mehrere Kubikmeter fassenden Container füllen sie mit Laub und trockenen Zweigen: Helga Pilzecker, Sigrun Wäsch, Brunhild Proß, Marina Sachrau und Sonja Nahrstedt von TuS Empor. Die Vereinsfreunde nutzten das milde Januar-wetter und kamen zu einem ersten Arbeitseinsatz zusammen. „Normalerweise geht es bei uns mit dem Frühjahrsputz viel später los, doch kurz entschlossen fanden wir uns schon mal zusammen“, sagte der Vorsitzender Reiner Proß. Neben dem Beräumen des Geländes am Alten Kanal nahmen Klaus Graup und Andreas Mutz Schippe und Schubkarre in die Hand. „Wir bereiten schon mal alles Notwendige vor, um dann den neuen Pavillon zu errichten.“ Die Grundplatte gossen die Männer schon im vergangenen Jahr. Nun sei das Material da, so Mutz, um die Verweilmöglichkeit aufzubauen.

Touristisches Aushängeschild

Der Hafen des TuS Empor ist ein touristisches Aushängeschild der Kreisstadt. Zahlreiche Wassersportler aus ganz Europa legen hier an und verbringen oft mehrere Tage in der Region. Reiner Proß ist zufrieden, dass die Verhandlungen mit der Stadt Burg wegen der Nutzung der Steg-Anlage für beide Seiten mit einem vernünftigen Kompromiss endeten. „Die Stadt kam uns sehr entgegen und rückte von ihren ursprünglichen Forderungen ab.“ Hintergrund: Der Verein zahlt an die Stadt pro Meter Steg eine vertraglich festgelegte Summe – ob dort ein Boot liegt oder nicht. Macht ein vereinsfremdes Boot dort fest, entrichtet das Gästeboot an den Verein eine Gebühr, von der auch ein Teil an die Stadt fließt. „Wir konnten uns positiv einigen“, so Proß.

Dass solch Vereinsengagement der Stadt selbst zu Gute kommt, ist an zweierlei Anzeichen zu bemerken. Zum einen zogen schon Wassersportler nach Burg und ins Umland, die mit ihren Booten im Alten Kanal festmachten und von der Schönheit der Region und ihren Möglichkeiten sofort gefangen waren. So machte Klaus Graup aus Oldenburg die Stadt der Türme zu seinem neuen Zuhause. Zum anderen erweitern die Vereinsmitglieder die Steganlage um zwei weitere Plätze, die für Wassersporttouristen vorgesehen sind und so dem Freizeitstandort Burg noch mehr Attraktivität verleihen. Eines liegt Proß sehr am Herzen: die Nachwuchsgewinnung. „Wir haben hier viele Möglichkeiten, innerhalb eines lebendigen Vereins Kindern die Grundlagen des Wassersports zu vermitteln.“