Körbelitz/Gerwisch l Die Verbindungsstraße soll als landwirtschaftlicher Weg ausgebaut werden. „Die beteiligten Gemeinden Biederitz und Möser stimmen dem Ausbau als ´landwirtschaftlicher Weg in multifunktionaler Nutzung als Radweg´ jeweils für ihren Teilabschnitt zu und schließen hierzu eine Vereinbarung über eine gemeinschaftliche Maßnahme“, heißt es in einem Beschluss, den der Biederitzer Gemeinderat vor wenigen Wochen gefasst hat.

Möser verantwortlich für Maßnahme

Mösers Gemeindebürgermeister Bernd Köppen informierte seinen Gemeinderat am Dienstagabend über die Beantragung der Gelder über ein europäisches Förderprogramm, das den ländlichen Wegebau unterstützt. Köppen sieht hohe Chancen für eine Bewilligung durch das Amt für Landwirtschaft, Flurneuorndung und Forsten. Die Förderhöhe nach der Förderrichtlinie beträgt gegenwärtig insgesamt 75 Prozent. Die Gemeinde Möser hat für die Gesamtmaßnahme entsprechende Anträge gestellt und zeichnet auch dafür verantwortlich, da die Maßnahme nur insgesamt zuwendungsfähig ist.

Kontrovers

Die ehemalige Kreisstraße K 1216 war zur Gemeindestraße abgestuft worden, womit die sogenannte Straßenbaulast, also die Verantwortung für die Unterhaltung der Straße nun bei den Gemeinden Möser und Biederitz liegt. Rund 150 Meter der knapp zwei Kilometer langen Straße gehören noch zu Gerwisch und damit zu Biederitz.Der Ausbau der Verbindungsstraße wird in Biederitz durchaus kontrovers diskutiert. Gerwischs Ortsbürgermeisterin Karla Michalski sagte: „Die direkten Anwohner in unserem Ort haben Sorge, dass durch den zu erwartenden verstärkten landwirtschaftlichen Verkehr die Straße vor ihrem Haus beschädigt wird.“ Außerdem erwarteten die Anlieger auch mehr Lärm und eine höhere Schmutzbelastung durch den Landwirtschaftsverkehr.