Burg l Das Grundstück Nordstraße 7 durchlief im Laufe der Jahrhunderte schon mehrere Nutzungen. Überliefert ist, dass in einem Gebäude vormals der Torwächter wohnte. Auch der Burger Heimatverein hatte das alte Gebäude übernommen, musste seine Pläne aber wegen ausbleibender Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen kurze Zeit später wieder aufgeben.

Weil das Haus aber zunehmend bruchfälliger wurde, folgte vor mehr als zwei Jahren die Abrissbirne – mit dem Ziel, die entstehende etwa 250 Quadratmeter große Freifläche zu einer Aussichtsplattform zu entwickeln. Besucher, die durch die Altstadt spazieren, können hier verschnaufen und über die Stadtmauer schauen. Nach der Beräumung des Geländes sind die Arbeiten jetzt in vollem Gange. Die Mauer zum Kuhturm haben Mitarbeiter einer Tangermünder Baufirma bereits erneuert. In diesen Tagen wird in aufwendiger Kleinarbeit der Teil zu Unterm Hagen hergestellt, erläutert Architekt Klaus Wegner. Auf diese Weise wird auch ermöglicht, dass es zu keinen Steinabbrüchen mehr kommt. Insgesamt nimmt der sanierte Mauerteil, bei dem Vollziegel verwendet werden, 30 Meter ein. Die Fläche selbst wird mit Split gestaltet, Bänke und zwei Bäume sollen zum Verweilen einladen, betont Peter May, zuständiger Bauexperte der Stadtverwaltung. „Auch mit Rollstuhl gelangt man auf die Aussichtsplattform.“ Bei den Planungen zur Gestaltung seien auch die Nachbarn mit einbezogen worden. Immerhin werde damit eine trostlose und auch verwahrloste Ecke deutlich aufgewertet.

Ende November sollen die Arbeiten beendet sein.

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