Hochwasser

Beeke soll mehr Raum bekommen

Anwohner denken bereits an den Winter, der bei Tauwetter erneut für Beeke-Hochwasser auf ihren Grundstücken sorgt.

Von Steffen Reichel

Burg l Die gute Nachricht: Es liegt in der Stadtverwaltung inzwischen ein "Beeke-Plan" vor, der auf die Renaturierung des Flüsschens zwischen Detershagen und Burg abzielt. "Eine Renaturierung wäre natürlich auch eine sinnvolle Maßnahme des Hochwasserschutzes", so der zuständige Burger Verwaltungsmitarbeiter Jens Roszczka, verantwortlich für Umwelt-, Brand- und Katastrophenschutz. Denn wenn der Bach wieder naturnäher wird, würden auch wieder mehr Überflutungsflächen zur Verfügung stehen - natürlich außerhalb von Wohngrundstücken.

Der Haken allerdings: Die kurz- oder mittelfristige Umsetzung der von einem Planungsbüro aufgezeigten Möglichkeiten der Beeke-Renaturierung ist nach derzeitigem Stand unwahrscheinlich. Der Stadt fehlen die finanziellen Mittel...

Risiko minimieren

Damit wird im kommenden Winter das Hochwasser-Risiko an der Beeke erneut aktuell sein, allerdings können auch die potenziell betroffenen Anwohner ihren Teil dazu beitragen, dieses Risiko zu minimieren, in dem sie die Augen offen halten und ein Bewusstsein für den Zustand des Bachlaufes und seiner Ufer entwickeln. So sollte zum Beispiel der Ehe-Ihle-Verband sofort informiert werden, wenn Totholz oder anderes Material im Bach den Ablauf des Wassers verlangsamt. Natürlich ist es auch eine wiederkehrende Aufgabe des Verbandes, die Beeke von Schlamm und Kraut zu befreien.

Ein Problem sind auch immer wieder - und nicht nur an der Beeke - eigenmächtige Veränderungen im Uferbereich durch die Anlieger: Stege usw. Auch dadurch kann der Wasserabfluss verlangsamt werden und die Beeke ansteigen.

2010 standen an der Beeke über ein Dutzend Wohngrundstücke teilweise unter Wasser Die Beeke konnte damals die Wassermassen nicht abführen, weil Treibgut für einen Stau an einer kleinen Brücke hinter der Ruine der Roten Mühle gesorgt hatte.