Gommern/Dornburg l Das vergangene Wochenende werden die Feuerwehrleute der Einheitsgemeinde so schnell nicht vergessen. Mehrere Einsätze, teilweise gleichzeitig, hielten die Kameradinnen und Kameraden auf Trab und brachten sie teilweise über den Rand der Erschöpfung hinaus.

Um 14.30 Uhr erfolgte am 8. August die erste Alarmierung. Ein Holzstapel samt drei Hektar Wald standen an der alten Deponie zwischen Dornburg und Prödel in Brand. „Wir waren insgesamt sechs Stunden zur Brandbekämpfung vor Ort. 101 Kameradinnen und Kameraden der Wehren Gommern, Lübs, Prödel, Dannigkow, Dornburg, Pretzien, Vehlitz und Karith und 18 Fahrzeuge sind zum Einsatz gekommen“, fasst Einsatzleiter Heiko Sauermilch, Hauptbrandmeister der Gommeraner Wehr, zusammen.

Brand bei Extremtemperaturen gelöscht

Weiterhin waren Polizei als auch Rettungsdienst und Notarzt vor Ort, was sich als zwingend notwendig herausstellte. „Die Kameraden haben den Brand bei Extremtemperaturen bis zu totalen Erschöpfung bekämpft. Dabei haben sich leider vier Kameraden verletzt. Drei erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung, einer einen Schwächeanfall“, bedauert Heiko Sauermilch.

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Er lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit aller Ortswehren. Durch die große Mannstärke war es möglich, dass sich die Feuerwehrleute regelmäßig abwechseln konnten und somit weitere Schwächeanfälle vermieden werden konnten.

Wasser bringt Wassernachschub

Große Unterstützung kam auch von ortsansässigen Bauern, die mit drei Fahrzeugen mit insgesamt 20 Kubikmeter Fassungsvermögen regelmäßig für Wassernachschub sorgten. „Das hat uns sehr geholfen“, bedankt sich Heiko Sauermilch.

Es war im Jahr 2020 der bisher größte Brand in der Einheitsgemeinde. Noch während der Brandbekämpfung erfolgte eine weitere Alarmierung. In Gommern musste eine Tür geöffnet werden, da sich dahinter eine Person in Gefahr befand.

100 Quadratmeter Stoppelfeldbrand

Am 9. August am morgen stellte sich heraus, dass noch immer Glutnester im Wald vorhanden waren. Hier waren die Kameraden der Gommeraner, Dannigkower und Lübser Wehr dann nochmals von 9 bis 12 Uhr im Einsatz. Kurz danach, 12.08 Uhr, der nächste Alarm: 100 Quadratmeter Stoppelfeldbrand am Feldweg „Zur Helle“ Richtung Plattensee, der schnell mit zwei Tanklöschzügen unter Kontrolle gebracht werden konnte.