Möckern l Im Sommer hatte das Landesverwaltungsamt von Sachsen-Anhalt die Einheitsgemeinde Möckern aufgefordert, zwei gesamträumliche Konzepte zur energetischen Nutzung von Biomasse und Fotovoltaik zu erstellen. Daraufhin hatte die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den Ortschaftsräten untersucht, wo solche Anlagen errichtet werden könnten.

Ein Aspekt, der bei der Neuerrichtung nicht unberücksichtigt bleiben darf, ist der Brandschutz. Dazu erklärt der Stadtwehrleiter von Möckern, Meik Schulz: „Wenn zum Beispiel Biogasanlagen in Bereichen gebaut werden, wo noch keine vorhanden sind, müssen dort die Kameraden der Freiwilligen Ortsfeuerwehren sich mit den Anlagen beschäftigen. Das muss dann auch Bestandteil der Aus- und Weiterbildung sein.“

Explosionsgeschützte Geräte gewünscht

Des weiteren sei es auch möglich, dass in den Feuerwehrgerätehäusern dann gegebenenfalls auch Gerätschaften angepasst oder neu beschafft werden müssen. Das wären zum Beispiel explosionsgeschützte Gerätschaften, wie Funkgeräte. Bei Biogasanlagen könnte es etwa zu Einsatzszenarien kommen, bei denen eine Person aus der Anlage gerettet werden muss. Entsprechende explosionsgeschützte Geräte stünden schon jetzt auf der Wunschliste der Stadtfeuerwehr, so der Möckeraner Stadtwehrleiter.

Wer genehmigt, zahlt auch

Die möglicherweise ebenfalls künftig verstärkt gebauten Fotovoltaikanlagen müssten laut Meik Schulz als „elektrische Anlage im Bereich der Niederspannung“ angesehen werden. Das bedeute, dass beim Löschen mit gewissen Abstandsregelungen gearbeitet werden müsse. Nach dem verstärkten Aufkommen der Fotovoltaikanlagen auf Dächern war von besonderen Anforderungen und Vorsichtsmaßnahmen beim Löschen wegen der möglicherweise noch anliegenden Stromspannungen ausgegangen worden. Inzwischen, so Meik Schulz, kann bei den angedachten Freiflächenanlagen mit dem sogenannten Sprühstrahl sehr nah an die brennenden Anlagen herangegangen werden.

Weiterbildungen anbieten

„Wir werden uns damit beschäftigen müssen und Weiterbildungen anbieten, wenn es tatsächlich in einigen Orten soweit kommt“, so Schulz auf Volksstimme-Nachfrage.

Zur Frage der Kostenübernahme von erforderlicher neuer Technik im Falle neuer Energiegewinnungsanlagen sagte Meik Schulz: „Wenn die Stadt solche Anlagen genehmigt, muss sie auch die erforderliche Brandschutztechnik bezahlen.“