6. Juni 2021

Burg am Wahl-Sonntag mit acht neuen Wahllokalen

Von Von Mario Kraus

Burg. Sven Reinald hat schon viele Wahlen mit organisiert, oftmals als stellvertretender Stadtwahlleiter. Jetzt hat er für Burg und die sechs Ortschaften den Hut auf. Der erfahrene Sachgebietsleiter in der Stadtverwaltung weiß um den Super-Sonntag am 6. Juni. Für Burg stehen nämlich gleich drei Wahlen auf der Tagesordnung. Die Landtagswahl (ab 18. Lebensjahr) sowie die Landrats- und Bürgermeisterwahl (ab dem 16. Lebensjahr). „Das wird eine Herausforderung“, sagt er. Denn ganz normal sind diese Urnengänge dieses Mal nicht. Corona und Sanierungsarbeiten an kommunalen Gebäuden zwang die Mannschaft um Reinald, die Wahlbezirke neu zuzuschneiden und zusätzliche Wahllokale zu schaffen. Das heißt: Jeder zweite Wähler muss sich neu orientieren. Doch der Wahl-Chef ist optimistisch: „Wir haben gute Lösungen gefunden. Auch deshalb, weil die Bezirke etwas entzerrt wurden und somit nicht zu viele Leute aufeinander treffen.“ Das heißt im Klartext aber auch: Manche einer sollte auf die Wahlbenachrichtigungskarte schauen, welches Wahllokal er aufsuchen soll. Wer es bei den vergangenen Wahlen über Jahre beispielsweise gewohnt war, die Stadtbibliothek in der Berliner Straße aufzusuchen, wird vor verschlossenen Türen stehen. In den engen Räumen können die Abstands- und Hygieneregeln nämlich nicht eingehalten werden. Aus diesem Grund stehen dann die großzügigeren Räume im wenige hundert Meter entfernten Pionierhaus zur Verfügung. Auch in den Dörfern gibt es Änderungen: So wählen die Niegripper in der Sporthalle der Grundschule, die Schartauer im alten Pfarrhaus und die Reesener in der Pfarrscheune.

Noch 45 Wahlhelfer in der Kreisstadt gesucht

Insgesamt hat die Stadt acht neue Wahllokale geschaffen. Auch zwei Wahllokale in einer Schule, wie bislang üblich, gibt es dieses Mal nicht mehr. Neu ist deshalb auch das Wahllokal in der BBC-Sporthalle am Flickschupark. Und weil die Kita „Kinderparadies“ in der Siedlung Ost derzeit saniert wird, „konnten wir uns bei Automobile Blumhagel an der Grabower Landstraße einmieten“, sagt Reinald, der aktuell mitten in den personellen Vorbereitungen steckt, „die am schwierigsten sind“. Immerhin müssen die 17 Wahlvorstände eine ausreichende Personenanzahl, in der Regel acht bis neun, vorweisen, um die Auszählungen bis in den Abend erledigen zu können. Zwar stehen mehr als 50 Mitarbeiter der Stadtverwaltung wieder zur Verfügung, aber etwa 45 Männer und Frauen werden noch benötigt. „Wir freuen uns über jeden, der mitmacht. Es wird interessant“, verspricht der Stadtwahlleiter. Bis kommenden Dienstag, 20. April, können sich noch Interessenten melden (03921/909920). Vergütet wird dieser Arbeitstag übrigens mit einer Pauschale in Höhe von 70 Euro. Auch vier Bundeswehrangehörige der Clausewitz-Kaserne haben sich wieder freiwillig gemeldet.

Briefwahl in der Stadtverwaltung

Wie andere Wahlleiter auch rechnet Sven Reinald auf Grund der Pandemie damit, dass ein Großteil der rund 20 000 Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch machen wird. Die ist dann möglich, wenn die Wahlbenachrichtungskarten im Postkasten liegen. Dann können Wahlschein, Stimmzettel und Briefumschläge angefordert werden.

Spätestens ab 17. Mai wird auch das Briefwahllokal im Erdgeschoss der Alten Kaserne 2 (Stadtverwaltung) zu den üblichen Sprechzeiten der Stadtverwaltung geöffnet sein. Auch dort kann dann in Ruhe die Stimme abgegeben werden.