Dreharbeiten auf der Wasserburg

Burger Zehntklässler stellen mit Hilfe von Christian Königs Berufsbild des Brauers in Gommern vor

Von Manuela Langner
Christian Königs erklärte im Sudhaus der Brauerei auf der Gommeraner Wasserburg, wie aus den Rohstoffen Bier entsteht. Melina und Michelle stellten vor der Kamera die Fragen, Felix gehörte zu den Kameraleuten. Da alle negativ getestet waren, wurde vor der Kamera keine Maske getragen. Fotos: M. Langner

Gommern

Aus vier Rohstoffen eine Vielfalt von lecker schmeckenden Biersorten herzustellen, mache die Faszination seines Berufes aus, sagte Christian Königs. Der Gommeraner Bierbrauer und Brauseproduzent hatte gestern eine Gruppe Zehntklässler der Burger Diesterwegschule in der Brauerei der Wasserburg Gommern zu Gast. Gemeinsam mit Colette Schröter und Holger Probst vom Nestor Bildungsinstitut drehten sie einen Film über das Brauerhandwerk, der bei Jugendlichen das Interesse am Beruf wecken soll.

Da alle Teilnehmer an den Dreharbeiten im Vorfeld negativ auf Corona getestet wurden, ist vor den Kameras auf Masken verzichtet worden.

Melina und Michelle stellten Christian Königs stellvertretend für Schüler, die nach einem passenden Praktikumsplatz oder Ausbildungsberuf suchen, ihre Fragen. Drei Jahre dauere die Ausbildung, die Berufsschule befinde sich in Dresden, erklärte Christian Königs im Sudhaus. Habe es einen Grund, weshalb die Kessel und Rohre aus Kupfer gefertigt seien? Das sei vor allem der Optik geschuldet, setzte der Gommeraner Brauer hinzu. Das bedeute jedoch auch regelmäßiges Polieren. In einer Pause zeigte Christian Königs, mit welchen Kletterkünsten man überall herankommt.

Etikettieren ist eine leichte Aufgabe für Praktikanten

Mit drei Kameras wurden die einzelnen Szenen in der Brauerei aufgezeichnet, das Material im Anschluss auf den Computer übertragen, um gleich vor Ort die Qualität von Ton und Bild zu kontrollieren. Im Sudhaus war der Ton nach der ersten Aufnahme nicht zufriedenstellend. Also nahmen alle wieder ihre Ausgangspositionen ein, und wie bei großen Produktionen rief Paul: „Ruhe. Kamera an. Action!“.

Die Rohstoffe, die sich die Zehntklässler für eine weitere Aufnahme wünschten, hatte Christian Königs sofort zur Hand. Führungen durch die Brauerei der Wasserburg Gommern werden - außerhalb der Coronazeit - schließlich häufig gewünscht.

Während Melina und Michelle mit Christian Königs neben dem Etikettiertisch die nächste Szene durchsprachen, drehte Lilli im Sudhaus noch mehrere Kameraschwenks. Das Etikettieren sei eine Aufgabe, die ein Praktikant schnell erlernen und ausführen könne, erklärte Christian Königs vor der Kamera.

Jugendliche direkt hinter der Kamera

Holger Probst und Colette Schröter gaben den Zehntklässlern hin und wieder Hinweise, aber im Großen und Ganzen führten die Jugendlichen selbst Regie und arbeiteten so konzentriert, dass nur wenige Szenen eine Wiederholung benötigten. Darunter war gerade die letzte Aufnahme, da sich Felix hinter der Kamera in der Eingangstür der Brauerei spiegelte. Nach einer kleinen Positionsänderung war aber auch das Problem gelöst.

Neben dem Brauer stellen die vier Arbeitsgruppen, die die Zehntklässler gebildet hatten, in dieser Woche auch noch die Berufe der Gärtnerin und der Friseurin/Kosmetikerin vor und wagen einen Blick in die Zukunft.