Ein Lautsprecher hallt über die Biederitzer Kantorwiese

Bürgerversammlung mit 600 Leuten

Von Arlette Krickau

Biederitz l Großer Bahnhof auf der Biederitzer Kantorwiese am Freitag. Bürgermeister Kay Gericke hatte zur Bürgerversammlung aufgerufen. Und die Biederitzer kamen in Scharen. Etwa 600 Einwohnern sammelten sich um das Einsatzauto der Feuerwehr, über dessen Lautsprecher dann Kay Gericke zu hören war.

"Ich habe diese Bürgerversammlung angesetzt, um alle Bürger auf den gleichen Wissensstand zu bringen", begründet Gericke die Aktion. In Windeseile hatte sich das Treffen herumgesprochen. Über Facebook, WhatsApp, die Internetseite der Gemeinde und Aushängen.

Es sei wichtig den Leuten klar zu machen, dass es ganz natürlich sei, dass jetzt das Wasser nicht nur steigt, sondern eben auch auf die Straßen läuft. "Solange das Wasser klar ist, ist das auch völlig in Ordnung", erklärt der Bürgermeister.

Viele Bürger sind aufgeregt. "Verständlich", meint Gericke. Um so wichtiger sei es, sie mit richtigen Informationen zu versorgen, um Panik zu vermeiden oder falschen Handlungen vorzubeugen.

Kommunikation sei hier das A und O, sagt Gericke. Dazu gehöre auch eine vernünftige Kommunikation unter den Einsatzkräften, regelmäßige Treffen, vernünftige kurze, prägnante Absprachen.

"Auch wichtig dabei ist der Funkverkehr", sagt Gericke. Alle Abschnitte und Einsatzleiter sind mit Funk verbunden. "Das ist ein großer Vorteil, denn so können die leitenden Kräfte alles mithören und immer sofort reagieren oder auch mal woanders etwas beisteuern.

Und es muss überall reagiert werden wo ein Hinweis kommt. Wie jetzt auch im Wohngebiet Tulpenhof beim Aldi in Biederitz. Hier wird seit gestern gepumpt. Das Drängwasser hat eingesetzt. Hier wird versucht den Pegel zu halten.

Auch eine etwas spät dazugekommene Baustelle war der Einsatz von etwa 300 Helfern am Tannenweg. An den Bahngleisen entlang arbeiteten die Einsatzkräfte am Freitag und Sonnabend. "Das mussten wir noch machen, um ein Reinfließen von hinten zu vermeiden", erklärt Gericke und dankt den zahlreichen Freiwilligen, die auch das wieder möglich gemacht haben.