Burg l Der Verein Gesundheitssport 2004 hatte Wege gefunden, trotz all der Einschränkungen mit den Mitgliedern in Verbindung zu bleiben und sie zum Sport zu motivieren, bis die Räumlichkeiten letztendlich wieder geöffnet werden durften. Die Lösung waren die Nutzung einer App und auch Sportkurse im Freien.

„Wir haben die Zeit, in der wir keine Mitglieder empfangen durften, genutzt, um unsere Räumlichkeiten zu verändern“, erklärt Marco Neumann. Und auch die App, die die Mitglieder nutzen, wird ihnen nach der Wiedereröffnung gute Dienste leisten, denn auf diese Weise können sich die Sportler online eintragen, wann sie zum Training kommen wollen und welche Geräte sie nutzen. „So können wir auf jeden Fall sicherstellen, dass nie zu viele Personen hier sind. Und wir wissen auch, wer wann welches Gerät benutzt“, erklärt Neumann.

Hygiene schon immer wichtig

Er und seine Frau Kathrin versichern, dass in den Räumen des Vereins schon immer großen Wert auf die Hygiene gelegt wurde. Überall in den Räumlichkeiten können die Sportler Desinfektionsspender finden, sodass immer für die nötige Handhygiene gesorgt werden kann.

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Die Neumanns achten durch die Umsetzung der allgemein geltenden Hygienemaßnahmen und die Nutzung der technischen Möglichkeiten wie die App genau darauf, dass das Infektionsrisiko in den Räumen des Vereins so gering wie möglich gehalten wird. Dennoch war es für sie nicht einfach, die Wiedereröffnung am 28. Mai vorzubereiten. „Wir haben bisher keine präzisen Vorgaben bekommen, was genau einzuhalten ist, wie viele Leute wir empfangen dürfen oder ob wir noch weiteres beachten müssen“, kritisiert Marco Neumann. Ein spezielles Hygienekonzept für Sportstudios gäbe es bislang nicht.

Kurse an der frischen Luft

Auch wenn die Mitglieder des Gesundheitssportvereins in den vergangenen Wochen die Trainingsgeräte nicht nutzen konnten, bedeutete dies nicht, dass sie auf Bewegung verzichten mussten. So bot Kathrin Neumann beispielsweise einige Kurse an, die an der frischen Luft und mit viel Abstand durchgeführt wurden. Zusätzlich gab es Angebote über die Software Zoom, bei der die Sportler zu Hause Übungen unter Anleitung ausführen konnten. „Ich denke, wir werden diese Optionen auch nach der Zeit von Corona beibehalten, das ist eine sinnvolle Ergänzung zu den Angeboten vor Ort“, schaut Neumann in die Zukunft.

Auch die vereinseigene App habe sowohl dem Team des Studios als auch den Sportlern sehr geholfen. „Auf diese Weise konnten wir während der Schließzeit in Kontakt bleiben, den Leuten Tipps geben und ihnen Trainingspläne übermitteln, die sie auch zu Hause umsetzen können“, erklärt er.

Stärkeres Immunsystem im Fokus

Zusätzlich gibt die App den Nutzern motivierende Hinweise, was sie durch das Training für ihren Körper getan haben. Beispielsweise wird angezeigt, dass das Immunsystem gestärkt wurde und so eine Infektion mit dem Coronavirus deutlich unwahrscheinlicher geworden ist.

Auf das Thema Stärkung des Immunsystems setzt Neumann nun auch verstärkt bei den Geräten im Studio. An jedem ist ein Bildschirm angebracht, auf dem sich die Nutzer mit einem Armband einloggen können. Dann wird ihnen angezeigt, welche Übungen in welcher Intensität für sie am besten sind.

Senioren kaufen sich Smartphone

„Wir haben mehrere ältere Mitglieder, die von den neuen technischen Möglichkeiten so angetan sind, dass sie sich deswegen jetzt ein Smartphone zugelegt haben“, schmunzelt Neumann.

In der kommenden Zeit müssen die Neumanns sich noch mit den Maßnahmen gegen das Coronavirus arrangieren.

Sportangebote gegen Coronavirus

Doch die beiden Burger sind optimistisch, dass sie gerade durch Sportangebote und Tipps für gesunde Ernährung sowie die Nutzung von digitalen Möglichkeiten dazu beitragen werden, dass die Ausbreitung des Virus weiter verlangsamt wird.