Dornburg l Eilika von Anhalt setzt sich für eine Reform des deutschen Schulsystems ein. Die Prinzessin von Anhalt, die in direkter Linie von Albrecht dem Bären abstammt, und ihre Mitstreiterin Andrea Meinhold sind die Akteure hinter dem „Bureau Anhalt“, das Bildungskonzepte erarbeitet und umsetzt. Mittelpunkt ihres Wirkens soll künftig das Schloss Dornburg sein. In den kommenden Jahren planen sie, im Schloss und seinen Außenanlagen Stück für Stück einen Campus für multidisziplinäre Bildung entstehen zu lassen –die „Akademie Dornburg“.

Übereinkommen getroffen

„Es war vollkommener Zufall, dass wir nun die Möglichkeit haben, in Dornburg tätig zu werden. Wir hatten uns mit einem Konzept für den Kauf des Schlosses beworben, es aber zu spät abgegeben“, lacht Eilika von Anhalt. „Wie der Zufall es aber will, kenne ich den Käufer persönlich. Mit ihm sind wir überein gekommen, das Schloss zu nutzen.“

Um ihre Konzepte und Visionen für die Zukunft des Schlosses Dornburg vorzustellen, hatten Eilika von Anhalt und Andrea Meinhold am Sonntag und Montag zum „Openhouse“ – einem Tag der offenen Tür –für alle am Schloss Interessierten geladen.

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Am Sonntag, 7. Juli,  kam es so zu einer Gesprächsrunde zwischen den zukünftigen Betreibern des Schlosses und Stefan Schüler, Vorsitzender der Stengel-Gesellschaft, Dornburgs Ortsbürgermeister Andreas Steinz, Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein sowie privat interessierten Personen.

Zukunft des Schlosses

Im Gartensaal des Schlosses umrissen Eilika von Anhalt und Andrea Meinhold ihre Bildungskonzepte, und wie sie sich die Zukunft des Schlosses vorstellen.

„Wir haben vor, diesen Ort als Bildungszentrum aufzubauen. Im Fokus steht dabei das generationsübergreifende und praxisnahe Lernen. So arbeiten wir beispielsweise mit der Handwerkskammer zusammen, lokalen und regionalen Handwerkern und Unternehmen. Für uns ist das Wichtigste, dass die Akademie und das Schloss Teil der Gemeinde bleiben“, umreißt Eilika von Anhalt.

Ein heiliger Ort

„Wir werden alles sehr sensibel behandeln. Das Schloss, die Gegend, alles ist so schön – es soll der ‚heilige Ort‘ bleiben, der uns bisher schon so in seinen Bann gezogen hat“, versichert die Prinzessin von Anhalt.

„Für die genaue Entwicklung des Konzeptes nehmen wir uns noch bis Mai des kommenden Jahres Zeit, um wirklich zu wissen, wie, womit und wo im Schloss wir anfangen“, blickt Eilika von Anhalt voraus.

Zusammenarbeit

Insbesondere an Stefan Schüler und die Stengel-Gesellschaft gerichtet, fährt sie fort: „Eines ist uns sehr bewusst und wir wissen, was es bedeutet, welche Arbeit Sie hier in den letzten Jahrzehnten geleistet haben. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir zusammen an der Zukunft des Schlosses arbeiten.“

Und so konnten eventuell vorhandene Ängste, dass das Haus künftig für die Öffentlichkeit verschlossen bleiben würde, ausgeräumt werden. „Wir sind an einer guten, fruchtbaren und nachhaltigen Zusammenarbeit mit dem Ort, der Region und allen, denen das Schloss am Herzen liegt, interessiert“, versichert Eilika von Anhalt. So wird die Stengel-Gesellschaft auch zukünftig Führungen durch das Schloss anbieten und auch die Dornburger Theatergruppe „Bühnchen“ weiterhin im Schloss auftreten können.

Vielversprechende Pläne

„Ich freue mich, dass das Schloss nun wieder mit Leben erfüllt wird. Dass dies nur in Etappen geht, ist bei der Größe des Schlosses verständlich. Die angestrebte Nutzung finde ich vielversprechend. Insbesondere finde ich die Aussagen, die ich für verlässlich halte, sich in der Gemeinde zu integrieren und das Schloss weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, lobenswert“, schätzt Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein ein. „Ich bin guter Hoffnung, dass es nun Stück für Stück voran geht.“