Burg l „Butterkeks und Drachenfrucht gehen bei uns ziemlich gut. Aber auch die Klassiker: Schokolade, Vanille und Erdbeere werden immer noch gern gegessen“, erzählt Maria Schulze über den Eisgeschmack ihrer Kunden. Sie ist Inhaberin des Eiscafés Schulze in Hohenwarthe. In dem traditionellen Eiscafé ist noch alles Handarbeit, ihr Mann stellt das Speiseeis selbst her. „Schon seit 1989 macht mein Mann das für unser Eiscafé“, sagt Maria Schulze. Und auch die Inhaberin steckt jede Menge Arbeit in die Eisdiele, zum Beispiel in den Garten für die Gäste. „Damit es die Besucher immer gemütlich haben und sich bei uns auch richtig wohl fühlen“, sagt die Betreiberin.

Milch und Zucker

Fast genauso lang wie der Mann von Maria Schulze stellt Monika Pütters Ehemann das Eis für ihr Galerie Café in der Burger Innenstadt her. „Seit 25 Jahren macht mein Mann ganz klassisch Eis. Mit Milch und Zucker. Aber auch Fruchteis haben wir“, erzählt die Café-Betreiberin. Ebenso klassisch wie die Herstellung des Speiseeises sei der Geschmack ihrer Kunden: „Bei uns laufen am besten Schokolade, Joghurt und Vanille. Die Klassiker eben“, so Monika Pütter. Sie versuche dennoch, ihren Kunden immer wieder ein neues Geschmackserlebnis zu bieten. Ihre aktuelle Idee: Sanddorn-Eis. „Das kommt momentan auch gut an. Man muss halt immer mal was Neues ausprobieren. Was ganz Experimentelles, wie zum Beispiel mit Chili, lassen wir aber lieber. Und wenn wir bemerken, dass die Sorte nicht so gut läuft, dann probieren wir halt eine andere aus“, sagt die Café-Betreiberin.

Etwas experimentierfreudiger ist dagegen der Inhaber des Eiscafés „Venezia“ in Burg. Hier stellt Paulo Costa für seine Kunden ein Amadeus-Eis her. Ein Eis, welches nach den berühmten Mozartkugeln schmeckt. „Diese Sorte wird sehr gut angenommen und gerne gekauft. Auch die Sorten Snickers und Rafaello kommen gut an“, sagt Paulo Costa. Der Klassiker Stracciatella sei aber nach wie vor bei seinen Kunden in Burg beliebt, erzählt der Betreiber. Er mache das Eis nun seit 13 Jahren selbst – seitdem betreibt er auch eine Eisdiele in der Innenstadt. „Dieses Jahr essen die Burger auf jeden Fall sehr gerne Eis“, schätzt der Inhaber die aktuelle Lage ein.

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Dennoch machen den Eisdielen im Jerichower Land die Hitzerekorde zu schaffen. „Wenn es extrem heiß ist, wie vor zwei Wochen, kommen auch nicht so viele Kunden. Weniger als 30 Grad sind schon besser. Bei angenehmen 25 Grad sitzen die Menschen lieber in der Sonne und essen einen Becher Eis“, erzählt unter anderem Monika Pütter. Das bestätigen auch Maria Schulze und Paulo Costa.

Große Hitze schmälert den Konsum

Für diejenigen, die sich Zuhause an experimentelleren Eissorten versuchen wollen: Mit nur vier Grundzutaten lässt sich bereits in der heimischen Küche ein Grundeis herstellen. Milch, Sahne, Eigelb und Zucker bedarf es. Dazu können noch wahlweise andere Zutaten gegeben werden – falls es Zuhause doch mal ein Chili-Eis sein soll. Noch ein Tipp zum Schluss: Damit das Eis schön luftig und locker wird, auch ohne eine Eismaschine, muss beim Gefrieren im Abstand von ungefähr 20 bis 30 Minuten vier Stunden lang Luft untergeschlagen werden.