Parchau/Burg l Robert Feldberg schwört auf LED: Die Abkürzung steht für den englischen Begriff „Light Emitting Diode“, zu deutsch: „Licht emittierende Diode“. Der Projektleiter Beleuchtung der Burger Stadtwerke ist sich sicher: „Die Anwohner werden sich wundern, wie genau und hell der jeweilige Abschnitt mit klaren Grenzen ausgeleuchtet wird. Die Zeiten, in denen mancher Vorgarten deutlich zu sehen war, sind dann vorbei.“ Die Parchauer können sich zu späterer Stunde bereits in diesen Tagen ein Bild davon machen.

Leistungsfähigere Anlage

Denn dort wurde jetzt damit begonnen, die ersten von 1400 Leuchtköpfen mit modernster LED-Technik auszustatten. „Und im Rahmen der Sanierung tauschen wir nicht nur die in die Jahre gekommenen Leuchtköpfe aus, sondern machen die gesamte Anlage auch technisch leistungsfähiger“, erläutert Feldberg. Die aktuelle Umrüstung erfolgt nach einem festen Plan: Zuerst sind die Laternen mit heute nicht mehr zulässigen Quecksilberdampfleuchten an der Reihe. Genau genommen werde damit die so genannte Öko-Design-Richtlinie 2018 umgesetzt.

Nachdem die Umrüstung in Parchau beendet sind, folgen die anderen Ortschaften. Ziel ist es, die komplette Beleuchtung in den kommenden zwei Jahren auf den neuesten Stand zu bringen. Zum gesamten Paket der Energienetze gehören mehr als 4000 Straßenlampen.

Bestandsaufnahme

Ermöglicht werden die Arbeiten, weil die Stadtwerke Energienetze Mitte Februar für die kommenden 14 Jahre die Betriebsführung der Straßenbeleuchtung in Burg und den Ortschaften übernommen hatte – inklusive Wartung, Instandsetzung und Energieversorgung. „Das erste halbe Jahr haben wir zur Bestandsaufnahme genutzt und die übernommenen Anlagen unter die Lupe genommen“, erläutert Feldberg. Dabei seien auch schadhafte Kabel entdeckt worden, die nun erneuert werden.

Für die Stadt ist die Kooperation mit vielen Vorteilen verbunden, betonte Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD). „Auf diese Weise kann viel schneller in die Straßenbeleuchtung investiert werden als bisher. Wir als Stadt hätten dies gar nicht so leisten können.“

Dem jetzigen Vertrag zwischen Stadt und Stadtwerke Energienetze ist ein Probelauf mit Lampen in der Burger Friedenstraße vorausgegangen sowie ein Pilotprojekt von 2014 bis 2017 mit rund 800 Lampen in der Siedlung Ost, Gütter sowie im Industrie- und Gewerbepark. Auch alle Ortschaften und die Kommunalaufsicht des Landkreises haben dem Vertrag zugestimmt.

Umstellung im gesamten Kreis

Indessen wird die Umstellung auf LED nach und nach im gesamten Jerichower Land vollzogen. In der Einheitsgemeinde Biederitz haben die Stadtwerke Burg bereits im Juli 2017 mit der Modernisierung von mehr als 700 Straßenleuchten den vierten und damit größten Bauabschnitt bei der Umrüstung auf energieeffiziente LED-Technik beendet. Und in Möckern beispielsweise wurde dem Bauausschuss im Juni ein Konzept dafür vorgestellt. Hier ist Avacon federführend. Die Energieeinsparung soll rund 80 Prozent betragen.