Burg l In ihrer gelben Regenjacke radelt Mareike Lippoldes flott nach Hause. Dass die Schülerin jetzt geschützt von der Straße fahren kann, freut sie ganz besonders. „Da fühlt man sich schon deutlich sicherer“, sagt die 18-Jährige, die den Radweg für ihren täglichen Schulweg zum Roland-Gymnasium nutzt.

Doch nicht nur als Schulweg ist die Strecke zwischen dem Ortseingang der Stadt Burg und dem Ortsteil Parchau beliebt, auch Sportler und Touristen, die den Elberadweg nutzen, kommen so besser in die Kreisstadt. „Dieser Abschnitt als Teil des überregionalen Elbe-Havel-Radweges fördert auch die touristische Entwicklung im Jerichower Land“, sagt Kreis-Pressesprecherin Claudia Hopf-Koßmann. Mit dem Bauvorhaben der vergangenen Monate ergänzt der Weg die bereits im Jahr 2010 und 2014 entstandenen ersten Teilstücke – der komplette Radweg wurde nun von der Straße separat errichtet, was die Verkehrssicherheit positiv beeinflusst und die beiden Orte miteinander für den Alltag vernetzt.

364.000 Euro für neues Teilstück

Die Gesamtkosten für das neue Teilstück belaufen sich auf ungefähr 364.000 Euro und damit doch weniger als ursprünglich veranschlagt wurde. Für diese Summe wurde ein 577 Meter langer und 2,25 Meter breiter Zweirichtungsradweg geschaffen.

Dazu hat der Radweg eine Regenentwässerungsanlage und die Grundstücksausfahrten und Zuwegungen wurden befestigt.

Eröffnung am 6. November

Zur offiziellen Eröffnung hinter dem Bahnübergang auf westlicher Straßenseite wird am Mittwoch, 6. November, auch Staatssekretär Thomas Wünsch aus dem Wirtschaftsministerium erwartet. Denn das Land Sachsen-Anhalt gewährte dem Kreis einen Zuschuss zum Bau in Höhe von 285.000 Euro. Landrat Steffen Burchhardt (SPD) hofft auf viele Gäste. „Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen“, teilte er mit.

Mit dem Ausbau des gesamten, etwa 4,4 Kilometer langen Radweges zwischen Parchau und Burg (Anbindung Gilde) gingen etwa zwölf Jahre ins Land. Burgs ehemaliger Stadtrat Dietmar Melcher (SPD) und eine Bürgerinitiative waren es, die den Druck auf die Kommunal- und Landespolitik erhöhten und eine sichere Verbindung zwischen der Kreisstadt und dem Dorf forderten. Mitte September 2010 erfolgte dann der erste Spatenstich für den 1,4 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Elbgemeinde und der Brücke über den Elbe-Havel-Kanal. Dann allerdings stockte das Projekt.

Zweiter Abschnitt 2015 fertig

Der zweite Abschnitt, der für 2011 geplant war, musste wegen Geldmangels auf 2014 verschoben werden. 2015 war die Strecke bis Gilde fertig.